VP-Korosec: Aussagen der Wiener Gesundheitsstadträtin sind Armutszeugnis

Politik braucht wirklich wieder ein Gewissen!

Wien (VP-Klub): "Dialysecontainer und Blutwäsche in einer vierten Schicht ab Mitternacht sind auf keines Falls zu akzeptieren", kritisierte die Sozialsprecherin des ÖVP-Rathausklubs und ehemalige Volksanwältin Ingrid Korosec, die schönfärberische Reaktion der SP-Gesundheitsstadträtin Pittermann auf diesbezügliche Kritik.

"Statt Lösungen oder Projekte zu präsentieren, die rasch zu Verbesserung für betroffene Menschen führen, ergeht sich Pittermann in philosophische Ergüsse, die mehr als entbehrlich sind. Frau Gesundheitsstadträtin Pittermann, ich fordere Sie auf, dass Sie ab sofort auch Nachts an der Lösung des Mangels an Dialyseplätzen arbeiten, bis das Problem gelöst ist! Es sei klar, dass in einer Übergangszeit möglicherweise zusätzliche Schichten gefahren werden müssen, aber sicher nicht über so viele Jahre, die bisher vergeudet worden sind, statt Problemlösungen anzubieten".

Politik ist sehr wohl für Rahmenbedingungen verantwortlich, Frau Pittermann

"Die derzeitige Situation ist Folge von Versäumnissen und einer verfehlten Gesundheitspolitik der Stadträtin Pittermann. Wenn man von einer Gesundheitsstadträtin hört, es sei besser nachts zu arbeiten als Patienten abzuweisen, dann zeigt das eindeutig, dass die noch Stadträtin ihr Ressort nicht im Griff hat. Grundsätzlich ist es nämlich sehr wohl Aufgabe der Gesundheitspolitik, Rahmenbedingungen für die Versorgung zu schaffen und nicht Patienten mitten in der Nacht ins Spital zu zwingen!", forderte Korosec.

"Es ist ihre Aufgabe, Frau Stadträtin Pittermann, die Gefahren, die aus einer fehlgeleiteten Gesundheitspolitik für die Wiener Bevölkerung entstanden sind, zu beseitigen. Jahrelange Versäumnisse gehören schleunigst erledigt, bevor es ein nächstes Opfer gibt", kritisiert Korosec. "Diese Situation, diese Aussagen zeigen zum wiederholten Male die Haltung der SP-Stadtregierung gegenüber den Patienten und den Menschen in dieser Stadt. Diese Gewissenlosigkeit und soziale Kälte ist unbegreiflich und erschreckend."

Es wäre besser für Wien, wenn die noch Gesundheitsstadträtin wieder Nachtdienst in einem Spital versehe, als tagsüber eine funktionierende Gesundheitspolitik zu verhindern.

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