"Neues Volksblatt" Kommentar: "Nicht "in"" (Von Walter Salzmann)

Ausgabe vom 6. April 2004

Linz (OTS) - =

Eher abseits des medienwirksamen Wahlkampfgetriebes
setzt Ferrero-Waldner im Präsidentschaftswahlkampf persönliche Akzente. Mit insgesamt 100.000 Euro - immerhin knapp 1,4 Millionen Schilling -, die sie von ihrem Wahlkampfbudget abzweigt, unterstützt sie sozial bedürftige Personen oder auch Sozialeinrichtungen. Ob ein Kommunikationsgerät für einen elfjährigen behinderten Buben in Oberösterreich oder ein so genannter Patientenlifter in einer burgenländischen Senioreneinrichtung, der nicht-mobilen Patienten das Baden erleichtert: Ferrero-Waldner plakatiert nicht soziales Gewissen, sondern stellt soziales Engagement persönlich unter Beweis. Dem politischen Gegner sind die Aktivitäten der Präsidentschaftskandidatin unter dem Titel "Benita hilft" ein Dorn im Auge. Man wirft der Präsidentschaftskandidatin "Almosenpolitik" vor, die, wie es aus dem grünen Eck dröhnt, "nicht mehr in" sei. Soziales Engagement und konkrete Hilfen für sozial Bedürftige als Almosenpolitik zu bezeichnen, ist nicht nur gehässig gegenüber Ferrero-Waldner, sondern auch geschmacklos gegenüber allen Bedürftigen.

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