Neue Ziele für österreichische Elektrizitätswirtschaft

Plank: Ökostrom und Stromeffizienz steigern

St. Pölten (NLK) - "In den letzten Wochen hat eine europaweite Diskussion über die Zuteilung der CO2-Emissionsrechte stattgefunden. Dabei stehen der österreichischen Elektrizitätswirtschaft Kohlendioxid-Verschmutzungsrechte in der Höhe von 12,4 Millionen Tonnen zu. Dies bedingt deutliche Einsparungen, da die Energieproduzenten schon im Jahr 2001 14,77 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen haben", erläuterte Dr. Heinz Kopetz, Vorsitzender des Österreichischen Biomasse-Verbandes, heute bei einer Pressekonferenz in Wien. Daher müsse künftig die Elektrizitätswirtschaft trotz steigenden Stromverbrauchs ihre CO2-Emissionen deutlich reduzieren. Die bisherige Strategie, durch absatzfördernde Maßnahmen den Stromverbrauch zu stimulieren, sei daher nicht mehr zielführend.

"Bund und Länder haben sich gemeinsam im Rahmen des Kyoto-Vertrages dazu verpflichtet, die Treibhausgase zu reduzieren", meint dazu Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank. Das bloße Abschalten kalorischer Kraftwerke in Österreich und der vermehrte Import von Atomstrom sei ein kontraproduktiver Lösungsweg. Plank: "Nur eine Verbesserung der Stromeffizienz bei Senkung des Stromverbrauchs und gleichzeitigem Ausbau des Ökostroms kann Versorgungssicherheit gewährleisten und die Einhaltung der internationalen Verträge zum Klimaschutz garantieren." Es sei daher höchste Zeit, eine bundesweit neue, zukunftsweisende Strategie zu entwickeln, die eine nachfrage-und angebotsorientierte Strompolitik verfolge. Stromsparen gelinge nur mit Hilfe von ökonomischen Rahmenbedingungen, die das Einsparen von Energie interessanter mache. Parallel dazu müsse die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen rasch ausgebaut werden.

Nähere Informationen: Österreichischer Biomasse-Verband, Telefon 01/533 07 97-0.

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