Reheis vehement gegen Sitz der Baugesellschaft für Brenner-Basistunnel in Italien

Gorbach hat äußerst schlecht verhandelt und verrät österreichische Interessen

Wien (SK) Erneut mit scharfer Kritik an der Vorgehensweise
von Verkehrsminister Gorbach in Zusammenhang mit dem Brenner-Basistunnel (BBT) meldete sich der Tiroler SPÖ-Abgeordnete Gerhard Reheis zu Wort. Wie Reheis Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst erklärte, müsse in jedem Fall verhindert werden, dass "nur der Sitz der Planungsgesellschaft für den BBT in Innsbruck angesiedelt wird. Das große Geld beim Tunnelbau würde dann nämlich ausschließlich in Italien verdient". Auch bei der Planung könnten Aufträge für heimische Unternehmen lukriert werden, aber "wenn die Baugesellschaft in Bozen angesiedelt ist und vertraglich nichts anderes vereinbart wurde, werden italienische Baufirmen mit ziemlicher Sicherheit bevorzugt". Reheis befürchtet, dass "Gorbach äußerst schlecht verhandelt hat und so österreichische Interessen verrät". ****

Der Verkehrsminister müsse gewährleisten, "dass die Ausschreibung europäischen Vergaberechtlinien gerecht wird und Österreich bei der Entscheidung über Bauleistungen für den BBT in der Baugesellschaft ein aktives Mitspracherecht hat", unterstrich der SPÖ-Abgeordnete. Sinnvoll wäre seiner Meinung nach, "vor der Unterzeichnung des Vertrages einen entsprechenden Ministerratsbeschluss zu haben". Zudem müsste der Tiroler Landtag mit der Entscheidung befasst werden, da das Land Tirol unmittelbar betroffen sei. (Schluss) ns/mm

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