Mediengespräch: "Garagen unter Stadtstraßen"

Der Garagenbau in Wien und der neueste Pilotversuch im 3. Bezirk

Wien (OTS) - Im Rahmen eines Mediengesprächs präsentierte Verkehrsstadtrat DI Rudolf Schicker am Montag gemeinsam mit dem Garagenkoordinator der Stadt Wien, Ing. Alfred Theuermann, dem Bezirksvorsteher des 3. Bezirks, Erich Hohenberger, und dem Bezirksvorsteher-Stellvertreter des 7. Bezirks, Rainer Husty, die neuesten Daten zum Garagenbau in Wien und ein Pilotprojekt für den 3. Bezirk.

Derzeit sind in Wien rund 652.000 Pkw's zugelassen. Die prognostizierten Zuwachsraten von ca. 7.000 - 8.000 Autos pro Jahr zeigen, dass der Trend zum Autobesitz ungebrochen ist. Stadtrat Schicker sieht im Wiener Garagenbau einen wichtigen Schritt zu einem sinnvollen und effizienten Parkraummanagement: "Für öffentliche Verkehrsmittel, RadfahrerInnen und FußgeherInnen - aber nicht gegen Menschen, die das Auto benötigen: Das ist das Ziel der Wiener Verkehrspolitik. Es geht mir daher nicht darum, sämtlichen Autoverkehr in der Stadt zu verhindern, sondern den unnötigen Verkehr zu vermeiden und den notwendigen so effizient wie möglich zu gestalten", unterstrich Schicker.****

Der Masterplan Verkehr 2003 und das Garagenprogramm der Stadt Wien sind dabei wichtige Steuerungselemente mit dem Ziel, in Gebieten mit überwiegender Wohnfunktion die schlechten Stellplatzangebote zu verbessern. Auch ist beabsichtigt, beim Bau von Garagen Stellplätze an der Oberfläche zu reduzieren. "Einhergehend mit der Stellplatzreduktion an der Oberfläche ergeben sich auch mehr Gestaltungs- und Nutzungsspielräume im öffentlichen Raum, die wiederum der Bevölkerung zugute kommen", unterstrich Schicker.

Der Bau von Tiefgaragen erfolgt - gerade in dichtverbautem Gebiet - in den wenigen unbebauten Bereichen, also größtenteils unter Plätzen und Parks. Diese Standorte sind jedoch nur begrenzt verfügbar. Zusätzlich erfordert der Garagenbau unter Grünanlagen meistens Baumfällungen bzw. schränkt die Nutzungen an der Oberfläche temporär ein. Daher hat sich die Stadt Wien auf die Suche nach Alternativen begeben. "Garagen unter Stadtraßen erfordern keine Widmungsänderungen, keine Baumfällungen und die Nutzungen auf Plätzen bleiben bestehen. Jedoch sind eine ausreichende Straßenbreite und eine geringe Einbautendichte die Voraussetzung für diese Form des Garagenbaus", gibt Stadtrat Schicker zu bedenken. Damit ist die Errichtung dieser Garagen wahrscheinlich nur an wenigen Standorten möglich.

Einer dieser Standorte liegt im 3. Bezirk im Fasanviertel. Bezirksvorsteher Erich Hohenberger präsentierte das Pilotprojekt einer mechanischen Garage, die unterhalb der Hegergasse im Bereich zwischen Keilgasse und Kleistgasse errichtet werden soll. Die Kapazität dieser Garage umfasst ca. 200 Stellplätze. Die Zu- und Abfahrt erfolgt über Boxen, in denen das Auto von einem Parksystem übernommen und eingestellt bzw. freigegeben wird.

Der stellvertretende Bezirksvorsteher für den 7. Bezirk, Rainer Husty, merkte an, dass die Realisierung einer Garage unter der Straße auch für den 7. Bezirk eine sinnvolle und denkbare Alternative wäre, zumal in diesem Bezirk noch keine Volksgarage errichtet wurde. (Schluss) kel

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