Ö1 überträgt "Parsifal" am 11. April live aus der Wiener Staatsoper

Dokumentation über das Entstehen der Inszenierung in ORF 2 am 31. Mai

Wien (OTS) - Ö1 überträgt am Ostersonntag, den 11. April ab 17.00 Uhr Richard Wagners "Parsifal" live aus der Wiener Staatsoper. ORF 2 strahlt am Pfingstmontag, den 31. Mai um 22.40 Uhr die Dokumentation "Parsifal" von Werner Boote aus.

Richard Wagner bezeichnete sein letztes Bühnenwerk als Bühnenweihfestspiel. Mit diesem Musikdrama wollte er, wie er selbst gemeint hatte, "den Kern der Religion retten". In dieser insgesamt dritten "Parsifal"-Inszenierung seit 1945 im Haus am Ring wirken u.a. Thomas Quasthoff (Amfortas), Robert Holl (Gurnemanz), Johan Botha (Parsifal), Angela Denoke (Kundry), Walter Fink (Titurel), Wolfgang Bankl (Klingsor) und Chor und Orchester der Wiener Staatsoper mit. Es dirigiert Donald Runnicles, Regie führt Christine Mielitz. Ö1 überträgt "Parsifal" am 11. April live ab 17.00 Uhr.

"Es gibt ein altes Unbehagen am Parsifal", so Nike Wagner, Urenkelin des Komponisten und Tochter des schon legendären "Neubayreuther" Regisseurs und Bühnenbildners Wieland Wagner, "und dieses Unbehagen kreist nach wie vor um die Doppelbestimmung des Werks: Es ist Bühnen- und Weih-Festspiel zugleich, Musikdrama von unbezweifelbarer ästhetischer Autonomie, aber auch religiöses Werk, christliches Passionsspiel." Richard Wagner selbst sah hier keinen Widerspruch. Zur Zeit der Entstehung des "Parsifal" - um 1880 -schrieb er, dass es die Aufgabe der Kunst sei, "den Kern der Religion zu retten". Die mythischen Symbole, die im Lauf der Jahrhunderte ihre unmittelbar wirkende Kraft verloren hätten und in Ritus und Dogma erstarrt seien, trügen in sich eine "verborgene tiefe Wahrheit". Es sei der Kunst vorbehalten, diese Wahrheit ... erkennbar und gefühlsmäßig nachvollziehbar werden zu lassen. Literatur- und Musikwissenschaft haben eine Bezeichnung für dieses Phänomen:
"Kunstreligion des neunzehnten Jahrhunderts". Für seine "Kunstreligion" bietet Wagner die gesamte Bandbreite seiner musikalischen Mittel auf. Ein dichtes musikalisches Beziehungsgeflecht erstreckt sich über die gesamte Handlung, es kommentiert sie, erläutert sie, treibt sie voran. Die hohe Kunst der Instrumentation schafft Deutlichkeit, Transparenz und Atmosphäre.

"Parsifal"-Dokumentation in ORF 2

Die Ö1-Homepage http://oe1.ORF.at bietet anlässlich der Liveübertragung des "Parsifal" ein umfangreiches Online-Infopaket zu den Hauptakteuren wie Dirigent Donald Runnicles oder "Amfortas" Thomas Quasthoff an. Zusätzlich wird, wie stets bei großen Premieren, in den Tagen danach eine umfassende Presseschau mit Kritikermeinungen publiziert. Und im "Ö1-Klassik-Treffpunkt" am 17. April ist Thomas Quasthoff zu Gast bei Haide Tenner im ORF KulturCafe (Beginn: 10.05 Uhr).

Es gibt wenige Opern, für die eine eingeweihte Anhängerschaft so ins Schwärmen gerät wie für Richard Wagners "Parsifal". Der ORF dokumentiert am Pfingstmontag, den 31. Mai um 22.40 Uhr in ORF 2 das Werden der Inszenierung von Christine Mielitz und geht dem bis heute lebendigen Gralsmythos nach. Die Dokumentation "Parsifal" von Werner Boote begleitet Thomas Quasthoff, der als "Amfortas" schon im Vorfeld der Premiere für Furore sorgt, und zeigt den umjubelten Bassbariton auch abseits der Bühnenarbeit. Schlaglichter auf die Probenarbeit sowie Ausschnitte aus der Inszenierung (u.a. mit Holl, Botha, Denoke, musikalische Leitung: Donald Runnicles) führen tief in Wagners Opernmysterium.(ih)

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