FreiRaum im ORF

Kritische ORF-RedakteurInnen haben eine Plattform gegründet.

Wien (OTS) - Die Macht und Ohnmacht der JournalistInnen im Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk und der öffentliche Gebrauch einer aufgeklärten Vernunft standen im Mittelpunkt des ersten Kamingespräches der Medien-Plattform FreiRaum. Gast des ersten offiziellen Treffens der Gruppe zahlreicher ORF- MitarbeiterInnen war der Kulturphilosoph, Essayist und Medienkritiker Franz Schuh.

FreiRaum ist eine parteiunabhängige Initiative von ORF-RedakteurInnen, die sich in den kommenden Monaten intensiv mit dem öffentlich-rechtlichen Programmauftrag auseinandersetzen werden. FreiRaum versteht sich als Plattform für alle ProgrammmacherInnen und MedienkonsumentInnen, die einer Bachelorisierung des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkes nicht länger kommentarlos zusehen wollen.

"Der Öffentlich-Rechtliche Programmauftrag ist nicht eine Attitüde, die sich jeweilige Geschäftsführungen und Aufsichtsräte nach Belieben zurechtdefinieren können, sondern ein klar formulierter Gesetzesauftrag und längerfristig die einzige Existenzberechtigung für einen gebührenfinanzierten Rundfunk" betont die Gruppe, die sich mit zunehmender interner und externer Kritik an der ORF-Performance konfrontiert sieht. Deshalb sucht FreiRaum den offenen Diskurs mit engagierten ProgrammmacherInnen und all jenen interessierten Menschen (und GebührenzahlerInnen), die darauf bestehen, dass kritischer und parteiunabhängiger Journalismus einen erkennbaren Platz im ORF haben muss.

Dass sich Quote und Qualität nicht zwangsläufig ausschliessen müssen, wird in den FreiRaum-Veranstaltungen der nächsten Wochen thematisiert. Am Donnerstag, den 29.April 2004 wird FreiRaum den Anspruch öffentlich-rechtlichen Fernsehens in den Kinder- und Jugendsendungen diskutieren, eine Woche später, am Donnerstag, den 6. Mai 2004 ist das Programmangebot für ältere Bevölkerungsgruppen das Thema. Prominenter Gastredner ist dabei der ehemalige Journalist und langjährige Generalsekretär der Industriellenvereinigung Herbert Krejci.

"FreiRaum (im ORF) ist möglich und dringend nötig" - so der Tenor der ORF-RedakteurInnen aus unterschiedlichen Programmbereichen, die alle Interessierten einladen am Gedankenaustausch darüber mitzuwirken, wie die Zukunft eines Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkes aussehen soll, der diesen Namen auch verdient.

Für die Plattform:

Eva Marginter , Wolfgang Beyer, Monica Ladurner, Susanne Riegler, Klaus Unterberger

Rückfragen & Kontakt:

Eva Marginter
Mobil: 0699/10297650
eva.marginter@aon.at

Klaus Unterberger
Mobil: 0664/8178105
k.unterberger@aon.at

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