Niederwieser-Vorschlag: Neues LehrerInnen-Gehaltsschema mit attraktivem Fixgehalt und Zuschlägen

Umwandlung der Pädaks als idealen Zeitpunkt für Reformen nützen

Wien (SK) "LehrerIn zu werden, muss an Attraktivität gewinnen", verlangt SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser. Als Maßnahmenbündel sei neben der Frage des Gehalts auch der Status des Berufsstandes und die Zufriedenheit mit der täglichen Arbeit zu verbessern, so Niederwieser. Laut OECD-Bericht würden sich immer weniger junge Menschen für den Lehrberuf entscheiden, viele von ihnen aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen nach nur wenigen Jahren wieder ausscheiden. Anlass für den Chef des OECD-Bildungsdirektorats, Philip McKenzie, davor zu warnen, dass die Bildungsqualität durch den sich abzeichnenden LehrerInnen-Mangel ernsthaft Schaden nehmen werde. "Dieses Problem dürfen wir nicht auf die leichte Schulter nehmen", betonte Niederwieser Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Mit einer an Bildungsministerin Gehrer gerichteten Parlamentarischen Anfrage wolle er "das Bildungsministerium ermuntern, sich dieser Herausforderung anzunehmen", so der SPÖ-Abgeordnete, der die bevorstehende Umwandlung der Pädagogischen Akademien in Hochschulen für Bildungsberufe als idealen Zeitpunkt betrachtet, um "ein neues, leistungsorientiertes, motivierendes, von den Tarifpartnern vereinbartes und finanzierbares Gehaltssystem" einzuführen. "Damit würden alle, die den Lehrberuf ergreifen, wissen, worauf sie sich einlassen", argumentiert Niederwieser. Das neue Gehaltsschema würde sich nach Vorstellung Niederwiesers aus einem attraktiven Fixgehalt und Zuschlägen zusammensetzen, über welche die einzelnen Schulen autonom entscheiden können.

Schon jetzt sei laut OECD-Statistik ein qualifizierter Unterricht in Schlüsselfächern wie Mathematik, Fremdsprachen oder Technologie aufgrund eines LehrerInnen-Mangels nicht möglich und Ausfälle könnten nicht suppliert werden. In Österreich habe sich diese Entwicklung zwar durch die gleichsam "verordneten" Frühpensionierungen in ihrem zeitlichen Verlauf etwas verändert, "fachspezifisch und regional kennen wir das Problem des Mangels an qualifiziertem Personal schon jetzt und wenn nicht zeitgerecht entgegengesteuert wird, wird dieser Mangel noch zunehmen", befürchtet Niederwieser.

In der Anfrage will Niederwieser neben aktuellen Zahlen hinsichtlich eines Fachkräftemangels vor allem Auskunft darüber, ob und wie Gehrer den Lehrberuf attraktiver gestalten wolle. Zusätzlich zum Vorschlag eines neuen Gehaltsschemas will der SPÖ-Abgeordnete auch geklärt wissen, was die Ministerin von dem ExpertInnenvorschlag hält, die Ausbildung aller LehrerInnen nach Fächern und Altersstufen -Vorschule - Grundschule - Sekundarstufe I - Sekundarstufe II - an den Universitäten zusammenzufassen. (Schluss) cs/mm

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