ÖAMTC-Gurt-Erhebung zeigt: Im Osten Österreichs sind die meisten Gurtmuffel unterwegs (Teil 1)

Club nahm die Anschnallmoral von 13.000 Österreichern unter die Lupe

Wien (ÖAMTC-Presse) - Der Gurt als Lebensretter Nummer 1 wird von vielen Autoinsassen verschmäht. Eine vom ÖAMTC durchgeführte Erhebung in allen österreichischen Landeshauptstädten zeigt, viel zu viele Österreicher verzichten auf die wichtigste Sicherheitseinrichtung im Auto: 31 Prozent der Autolenker und Beifahrer sind Gurtmuffel. Im Fond verzichten sogar 68 Prozent auf den Sicherheitsgurt. "Besonders besorgniserregend ist, dass auf Österreichs Straßen 26 Prozent der Kinder von ihren Eltern im Auto nicht gesichert mitgeführt werden", kritisiert Roman Michalek, ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperte. Anlass für diese österreichweite Club-Erhebung ist der Weltgesundheitstag der WHO am Mittwoch, den7. April, der in diesem Jahr im Zeichen der Verkehrssicherheit steht.

Bei der Erhebung des Clubs zur Anschnallmoral zeigt sich ein Ost-West-Gefälle: Besonders große Gurtmuffel sind die Wiener mit einer Nicht-Anschnallquote von 39 Prozent bei den Lenkern und 46 Prozent bei den Beifahrern. Unter den St. Pöltenern hingegen vertrauen 87 Prozent der Lenker und 80 Prozent der Beifahrer auf die Sicherheit des Gurtes. Die Vorarlberger gehen bei der Kindersicherheit mit sehr gutem Beispiel voran: 94 Prozent der Kinder sind in Bregenz gesichert unterwegs. Bei der Frage Kindersicherheit geht die rote Laterne wiederum an die Wiener, nur 61 Prozent der kleinen Passagiere werden von den Eltern im Auto gesichert.

Die Erhebung des ÖAMTC hat auch gezeigt, dass Frauen öfter bereit sind zum Gurt zu greifen als Männer. Lediglich 64 Prozent der Lenker legen den Gurt an und nur 58 Prozent der Mitfahrer auf den Beifahrersitzen. Bei den Frauen sind jeweils 78 Prozent als Lenkerinnen und Beifahrerrinnen angeschnallt. Ähnlich die Ergebnisse auf den Rücksitzen: Hier stehen 35 Prozent angeschnallte Mitfahrerinnen 30 Prozent Mitfahrern gegenüber.

Welche Folgen das Fahren ohne Gurt schlimmsten Fall haben kann, zeigt die Unfallstatistik 2003: "Das Risiko, bei einem Verkehrsunfall zu sterben, ist für einen nicht angegurteten Pkw-Insassen um das sechsfache größer. Im vergangenen Jahr starben 241 Menschen bei Verkehrsunfällen im Auto, die nicht angeschnallt waren", bringt Michalek die Wichtigkeit des Sicherheitsgurtes auf den Punkt.

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ÖAMTC-Pressestelle/Michael Holzinger

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