Wirtschaftsbund: 3-Punkte-Offensivprogramm für Jugendbeschäftigung

Wien, 4. April 2004 (ÖWB) Der Österreichische Wirtschaftsbund hat auf seiner an diesem Wochenende zu Ende gegangenen Frühjahrsklausur in Salzburg ein 3 Punkte-Offensivprogramm für mehr Jugendbeschäftigung diskutiert. Der derzeit angespannten Situation am Lehrstellenmarkt und dem ab 2010 zu erwartenden Mangel an Lehrlingen soll mit mehr Beratung in den Betrieben, mehr Mobilität der Lehrlinge und mehr Praxisorientierung in der Ausbildung begegnet werden. Gemeinsam mit Bundesminister Martin Bartenstein und dem Lehrlings-Regierungsbeauftragten Egon Blum wird der Wirtschaftsbund dieses Offensivprogramm weiter entwickeln. Ziel ist, das Offensiv-Programm noch vor dem Sommer im Parlament einzubringen. öUns geht es jetzt darum, dass wir deutliche und rasch wirkende Schritte für die Lehrlingsausbildung setzen

, erklärt dazu der Generalsekretär des Wirtschaftsbundes Karlheinz Kopf. **** 3-Punkte-Offensivprogramm 1. Lehrstellen-Aquisiteure Der Wirtschaftsbund spricht sich für die Schaffung von 15 Lehrstellenberatern österreichweit aus, die inbesondere Betriebe, die wenig Tradition in der Lehrlingsausbildung haben, mit den nötigen Informationen versorgen und unterstützen. Ziel soll sein, dass pro Lehrstellen-Aquisiteur 100 zusätzliche Lehrstellen im Jahr geschaffen werden. 2. Mobilitätsförderung Der Wirtschaftsbund will bei den Lehrlingen eine ähnliche Mobilität, wie sie bei Studierenden bereits existiert. Denn trotz bundesweitem Mangel an Lehrstellen, gibt es regional und branchenspezifisch viele unbesetzte Lehrstellen, etwa im Tourismus. Mit einer gezielten Mobilitätsförderung von Lehrlingen k etwa durch die Erhöhung der AMS- Entfernungszulage auf 250 Euro N könnte die Vermittlungsquote verbessert werden und das Potenzial an angebotenen Lehrstellen besser ausgenützt werden. 3. Neue Praktiker-Lehrberufe Die am 1. September eingeführte integrative Berufsausbildung für Jugendliche, die (noch) nicht reif für eine Lehrausbildung sind, wird von Unternehmen und Auszubildenden sehr gut angenommen, rund 300 Ausbildungsverträge wurden bereits abgeschlossen. Nun gilt es auch für 1lernschwache Praktiker

neue Lehrberufe zu entwickeln. Mit
mehr Praxis und weniger Theorie. Praktisch begabten Jugendlichen, die sich mit den schulischen Anforderungen schwer tun, soll damit eine optimale Ausbildung zu Verfügung stehen.

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