Grüne NÖ:- Landeshauptmann Erwin Pröll eröffnet "Schwarzbau"

Fasan: "Magna Pferdesportpark - Eine Verhöhnung jedes kleinen Häuslbauers"

St.Pölten (Grüne) - "Die feierliche Einweihung des Pferdesportparks Ebreichsdorf durch Landeshauptmann Erwin Pröll ist eine Verhöhnung jedes Häuslbauers", so kommentiert der Grüne LAbg Martin Fasan die heutige Eröffnung des Magna-Parks in Ebreichsdorf. Fasan: "Der Landeshauptmann hatte noch 1998 gemeint, Frank Stronach werde in Niederösterreich behandelt ‚wie jeder andere Häuslbauer auch’".

Der Pferdesportpark wurde errichtet, trotz massiver Bedenken hinsichtlich der Flächenwidmung, weil teilweise überflutete Gebiete nicht in Bauland umgewidmet werden dürfen; einem seit 3 Jahren laufenden Verfahren bei der EU - Kommission, wegen unberechtigter Eingriffe in ein Natura 2000 - Gebiet; der Tatsache, dass dieses Projekt wasserrechtlich überhaupt nicht genehmigungsfähig ist, weil der Grundwasserhaushalt des Niedermoorgebietes "Welsche Halten" nachhaltig geschädigt wird; gravierender Mängel im Baurechtsverfahren (Baubeginn ohne Genehmigung etc.). "Jeder andere derartige Bau würde als ‚Schwarzbau’ bezeichnet werden", so der Grüne Umweltsprecher.

Fasan: "Der Pferdesportpark konnte nur errichtet werden, weil die Landesregierung den Eingriff in das Natura 2000 - Gebiet naturschutzrechtlich bewilligte und falsche Informationen an die EU -Kommission lieferte; das Wasserrechtsverfahren in einer beispiellosen "Salamitaktik" so steuerte, dass eine Gesamtüberprüfung der Auswirkungen des Projektes bewusst unterbunden wurde und die Landesregierung schließlich generös über den konsenslosen Baubeginn hinweg sah."

Mehr Ungereimtheiten, Unwahrheiten und Behördenwillkür sind nach Ansicht der Grünen auf einer Baustelle kaum möglich. Im schwarzen Land der Schwarzbauten wird zwar grundsätzlich mit Naturzerstörung durch Bautätigkeit sehr leger umgegangen. "Aber was sich der Magna -Konzern in Niederösterreich erlauben durfte, ist einzigartig. Keine der hier involvierten Behörden würde bei einem "normalen kleinen Häuslbauer" so agieren und bei keinem anderen Projekt würde der Landeshauptmann eine derartige Willkür zulassen", so Fasan abschließend.

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