Dörler: Mit Österreich weit höchsten Pro-Kopf-Einkommen der WGKK muss Auslangen gefunden werden

Wenn ordentlich gewirtschaftet wurde, braucht sich niemand vor Sonderprüfung zu fürchten

Wien, 4. April 2004 (ÖVP-PD) Unverständnis über das Verhalten des WGKK-Obmannes Bittner zeigte heute, Sonntag, der Vorarlberger Landtagspräsident und ÖAAB-Landesobmann Manfred Dörler. "Wenn wir unser ausgezeichnetes Gesundheitssystem erhalten wollen, müssen auch die Gebietskrankenkassen einen Beitrag zur Kostensenkung im System leisten, das liegt seit langem klar auf der Hand", so Dörler. Es könne nicht sein, dass die Verantwortlichen in ganz Österreich Finanzierungsmodelle für ihre jeweiligen Landeskassen überlegten, in Wien aber alles beim Alten bleiben solle. "Gerade die WGKK ist die Kasse mit den höchsten Pro-Kopf-Einnahmen in ganz Österreich. Damit muss doch - wie einige andere Bundesländer es vorzeigen - ein Auslangen gefunden werden können, und zwar für Versichertenleistungen und den Verwaltungsapparat", sagte der Vorarlberger ÖAAB-Obmann. ****

Nach dem jüngst ergangenen Urteil des VfGH, wonach stärkere Kassen finanzschwächeren nicht mehr im System durch Kredite helfen könnten, sei die WGKK gefordert, Maßnahmen zu ergreifen - vor allem im Sinne ihrer Versicherten. "Denn die werden nicht verstehen, warum ihre Gebietskrankenkasse hunderte Verwaltungsmitarbeiter mehr hat als andere vergleichbare Kassen und sich als einzige ein defizitäres Spital leistet, die Versicherten aber selbst das Geld für Arztrechnungen vorstrecken müssen", so Dörler.

Das Kostenproblem in Wien müsse so rasch als möglich angegangen werden. Die von Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat angekündigte Sonderprüfung der WGKK sei in diesem Zusammenhang zu begrüßen: "Wenn ordentlich gewirtschaftet und alle Einsparungsmöglichkeiten ausgeschöpft wurden, braucht sich schließlich niemand vor einer Prüfung zu fürchten", erklärte der Vorarlberger Landtagspräsident. Und sei noch Potential für Verwaltungsvereinfachungen vorhanden, solle die Wiener Gebietskrankenkasse den Experten im Sinne ihrer Versicherten dankbar für jeglichen Rationalisierungsvorschlag sein, schloss Dörler.

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