Platter und Grizold verabschieden gemeinsames Papier für EU-Ministertreffen

Verteidigungsminister von Österreich und Slowenien bei Arbeitsgespräch am Arlberg

St.Anton/Arlberg (OTS) - St. Anton/Arlberg. Am Wochenende 3./4. April trafen sich Verteidigungsminister Günther Platter und sein slowenischer Regierungskollege Anton Grizold in St. Anton am Arlberg zu einem Arbeitsgespräch, in dem ein gemeinsames Papier über die Zusammenarbeit bei zukünftigen Einsätzen in Südosteuropa verabschiedet wurde. Am kommenden Dienstag wird dieses Schreiben beim informellen Verteidigungsministertreffen der EU an HR Javier Solana übergeben.

Zentraler Inhalt ist die von BM Platter inizierte Kooperation mit Slowenien in Bosnien-Herzegowina, wo Österreich und Slowenien ein Truppenkontingent unter italienischem Kommando stellen werden. Platter dazu: "Diese Vorgehensweise ist beispielhaft für die wirksame Zusammenarbeit zwischen einem neuen NATO- und EU-Mitglied und Österreich. Es ist an der Zeit, dass wir die historische Chance der Erweiterung nützen, um die Zusammenarbeit der Zentral- und Mitteleuropäischen Staaten zu intensivieren."

"Die Zentraleurpäischen Staaten sind sich ihrer Verantwortung für die Stabilität Südosteuropas bewusst und setzen im Rahmen der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik Initiativen. Wir reden nicht nur, wir handeln", erklärten die beiden Minister.

Ab 1. Juli 2004 wird in Bosnien eine österreichisch-slowenisch-italienische MSU-Kompanie (Multi Specialized Unit) eingesetzt. Die Kommandoführung erfolgt dabei in Rotationen, wobei Slowenien auf Grund seiner Erfahrung im Einsatzgebiet den ersten Kompaniekommandanten stellen wird. "Diese Rotation macht Sinn, da die österreichischen Soldaten auf verschiedenen Ebenen, Erfahrungen sammeln können," so Platter. Österreich wird sich bei dieser MSU-Kompanie mit zwei Zügen und insgesamt 55 Soldaten beteiligen. Insgesamt entsendet Österreich Soldaten in den Einsatzraum, wobei die restlichen 75 Soldaten im Hauptquartier zum Einsatz kommen.

Die gemeinsamen Gespräche waren durch besondere Freundschaft und Kooperation geprägt, die auch im sportlichen Veranstaltungsteil ihren Niederschlag fanden.

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