DonnerstagsdemonstrantInnen reagieren auf Kurt Bergmann-Unwahrheit im Präsidentschaftswahlkampf

Wien (OTS) - In der ORF-Sendung "Offen gesagt" am 28.3.2004 behauptete Kurt Bergmann (Personenkomitee für Ferrero-Waldner) sinngemäß, die Donnerstagsdemonstranten seien jahrelang von der SPÖ auf die Straße geschickt worden. Dazu folgende Stellungnahme einiger DonnerstagsdemonstrantInnen (Namen unter dem Text):

Die Donnerstagsdemonstrantinnen sind nicht von der SPÖ ausgeschickt worden, sondern von einem Rest von Anstand, den sie bei den Baumeistern der schwarzblauen Regierung vermissten. Herr Bergmann verbrachte sein ganzes Leben gut versorgt im Schoß der ÖVP und machte, wie immer parteilinientreu, die Wende in der Einschätzung der FPÖ von "außerhalb des Verfassungsbogens" zum Koalitionspartner mit.

Dieser ehemalige Bundesgeschäftsführer und Wahlkampfleiter der ÖVP ist nun Vorsitzender eines "unabhängigen" Personenkomitees, das fast nur aus ÖVP-Mitgliedern oder eindeutig dem engsten Umfeld der ÖVP angehörenden Personen besteht. Besagtes Personenkomitee unterstützt die Kandidatur einer "unabhängigen" Präsidentschaftskandidatin, nämlich des ÖVP-Regierungsmitglieds Ferrero-Waldner.

Insofern ist es leicht begreiflich, dass es im Mentalitätshorizont von Herrn Bergmann völlig unverständlich erscheinen muss, dass Menschen tatsächlich unabhängig denken können und ohne Anweisungen von irgendwelchen Parteizentralen aus eigenem Entschluss fähig sind, ihren Protest gegen eine Regierungskoalition mit Rassisten und Naziverharmlosern öffentlich und auch auf der Straße auszudrücken. Es bleibt zu wünschen, dass Herrn Bergmann und seiner Kandidatin - auch wegen seiner Verbreitung von Unwahrheiten über die Teilnehmerinnen der Donnerstagsdemonstrationen, aber vor allem aus vielen anderen, viel wichtigeren Gründen - am 25.4. ein ähnlich grandioser Erfolg beschert wird, wie er ihn als Wahlkampfleiter bei der Nationalratswahl 1979 eingefahren hat, als sich die ÖVP als zweitstärkste Kraft recht gut behaupten konnte.

Viele Menschen mit eigenem Denkvermögen und ausreichendem ethischen und politischen Bewusstsein waren bei den Donnerstagsdemonstrationen anzutreffen, Menschen ohne jede Organisationsmitgliedschaft und solche mit, neben vielen anderen auch einige aus der SPÖ. Herr Bergmann ist nie mitgegangen. Vielleicht fehlte ihm irgendeine wesentliche Voraussetzung dafür. Die Donnerstagsdemonstrantinnen hatten keine Anweisungen aus Parteizentralen, brauchten keine, und hätte es welche gegeben, so hätten sie sie nicht befolgt. Ja, Herr Bergmann, sowas gibt´s! (Textende)

UnterzeichnerInnen (alphabetisch):
Airelli Edith
Awadalla El
Bauer-Slezak Paul
Binardi Jan E.
Birson Albert
Brochier Eugen
Faschang Mag. Gustl
Hulan Verena
Kofler Elisabeth
Krieglsteiner Claudia
Napravnik Ursula
Pechlaner Wolfgang
Reitermayr Christa
Rotter Werner
Schäfer Franz
Schakmann Rainer
Stolba Ing. Walter
Tobisch Thomas
Weissenborn Elke

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Mag. Gustl Faschang: august.faschang@oeticket.com oder 0650 9451650

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