AK Wien Vollversammlung (8): ÖIAG muss bei VA Tech Kapitalerhöhung mitziehen!

Rückzug des einzig stabilen Kernaktionärs würde Arbeitsplätze in Wien gefährden

Wien (AK) - Die ÖIAG muss bei der Kapitalerhöhung der VA Tech unbedingt mitziehen, damit die VA Tech als eines der führenden Hochtechnologieunternehmen unter österreichischer Kontrolle bleibt, verlangt die Wiener AK Vollversammlung. Der Rückzug des einzigen stabilen Kernaktionärs wäre die mutwillige Aufgabe der österreichischen Kontrolle über ein wichtiges heimisches Technologieunternehmen. Damit würden nicht nur unmittelbar die Arbeitsplätze österreichischer Arbeitnehmer in der VA Tech bedroht, sondern auch zahlreiche kleine und mittlere Zulieferbetriebe, warnt die AK Vollversammlung.

Die Wiener AK Vollversammlung ist daher auch vehement gegen einen Verkauf der ÖIAG-Anteile an der VA Tech. Nur ein stabiler österreichischer Kernaktionär kann die bei einer Totalprivatisierung drohende Zerschlagung des Konzerns und mögliche Abwanderung der Konzernzentrale, und damit auch von Arbeitsplätzen, verhindern. Der Industrielle Mirko Kovats, der derzeit 12,5 Prozent der Anteile hält, ist für die AK, auf Grund seiner jüngsten VA Tech-Aktienkäufe und wieder -verkäufe zur Zeit kein stabiler Kernaktionär. Zieht die ÖIAG, die derzeit 15 Prozent der Anteile hält, bei der bevorstehenden Kapitalerhöhung nicht mit, wird sie in Zukunft nicht mehr den Hauptaktionär stellen. Gerade auch in der jetzigen schwierigen Restrukturierungsphase des Konzern kann das nur als unverantwortlich bezeichnet werden. Die AK Vollversammlung fordert daher ein Mitziehen der ÖIAG, um zumindest den derzeitigen ÖIAG-Anteil von 15 Prozent zu halten. Ziel wäre ein Kernaktionär mit Sperrminorität. Dazu könnte ein Ausbau der Mitarbeiterbeteiligung beitragen.

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