AK Wien Vollversammlung (4): Mehr für Aus- und Weiterbildung tun!

Auffangnetz zur Jugendausbildung schon im Frühjahr einrichten -Recht auf Weiterbildung in der Arbeitszeit überfällig

Wien (AK) - Die Regierung muss mehr für die Ausbildung der Jugendlichen und die Weiterbildung der Erwachsenen tun, fordert die AK Wien Vollversammlung. Im Antrag zur Jugendausbildung verlangt sie, dass das Auffangnetz zur Jugendausbildung fix eingerichtet wird, nicht mehr nur von einem Jahr aufs andere, dass wieder Auffangnetz-Ausbildungen bis zum Lehrabschluss garantiert werden und dass die Auffangnetz-Plätze für nächsten Herbst bereits jetzt fix eingerichtet werden, damit die heurigen Schulabgänger und ihre Eltern nicht mehr oft sogar bis ins folgende Frühjahr um einen Ausbildungsplatz zittern müssen. Im Antrag zur Weiterbildung verlangt die Vollversammlung ein Recht aller ArbeitnehmerInnen auf insgesamt jährlich eine Woche Weiterbildung in der Arbeitszeit, Verbesserungen bei der Bildungskarenz, moderne Schulen für Erwachsene und endlich die "Task Force" zum lebenslangen Lernen, die die Regierung schon vor längerer Zeit versprochen hat.

3.972 Jugendliche in Wien haben derzeit keine Lehrstelle im Betrieb - und nur die Hälfte von ihnen hat einen Platz im Wiener Auffangnetz zur Jugendausbildung, rechnet die AK Wien-Vollversammlung in ihrem Antrag zur Jugendausbildung vor. Im Antrag zur Weiterbildung kritisiert die Vollversammlung, dass die Wirtschaft und die Regierung zu wenig für das vorwärts Kommen der ArbeitnehmerInnen tun - obwohl vier von fünf ArbeitnehmerInnen sagen, dass Weiterbildung für sie dringend notwendig wäre. Die Regierung muss mehr für Aus- und Weiterbildung tun, verlangt die Vollversammlung:

+ Zur Jugendausbildung muss die Regierung bereits heuer im Frühjahr ausreichend Plätze im Auffangnetz ab Herbst garantieren -bis jetzt ist gesetzlich noch nicht einmal abgesichert, dass es für die heurigen Schulabgänger überhaupt ein Auffangnetz gibt, so die Vollversammlung. Sie will außerdem, dass das Auffangnetz zur Jugendausbildung fix eingerichtet wird, nicht mehr nur von einem Jahr aufs andere, und dass wieder wieder Auffangnetz-Ausbildungen bis zum Lehrabschluss garantiert werden - und zwar in 12-monatigen und nicht (wie derzeit) 10-monatigen Lehrgängen.

+ Für das vorwärts Kommen der erwachsenen ArbeitnehmerInnen verlangt die Vollversammlung eine Recht auf jährlich 35 Stunden Weiterbildung in der Arbeitszeit. Die Bildungskarenz soll in einzelnen Modulen genommen werden können statt (wie derzeit) nur einmal in drei Jahren in einem Block. Die Schulen für Berufstätige sollen an die Bedürfnisse der Erwachsenen angepasst werden - statt täglich mehrerer Stunden Unterricht am Abend nach der Arbeit. Weiters verlangt die Vollversammlung mehr Anerkennung von Vorwissen und Berufserfahrung, Selbststudien- und eLearning-Elemente und die Aufteilung des Stoffs in Module. Und, so die Vollversammlung, die von der Regierung versprochene "Task Force" für lebenslanges Lernen ist mehr als überfällig.

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