Haubner: Harmonisierung auch im Gesundheitsbereich notwendig

Verunsicherung der Wienerinnen und Wiener im Gesundheitsbereich beenden

Wien (BMSG/OTS) - "Es geht nicht an, dass die Menschen, obwohl sie in ganz Österreich gleiche Krankenversicherungsbeiträge zahlen, je nach Wohnort in diesem oder jenem Bundesland völlig unterschiedliche medizinische Leistungen erhalten. Diese verschiedenen Standards sind nicht gerechtfertigt", erklärt heute Sozialstaatssekretärin Ursula Haubner im Rahmen einer österreichweiten Tagung von politischen Vertretern in den verschiedenen Sozialversicherungen.

So ist die Zahnbehandlung einer Burgenländerin oder eines Burgenländers der dortigen Kassa 51 € pro Jahr wert, während sich die Wiener Gebietskrankenkassa für ihre Versicherten diese Maßnahme 75 € kosten lässt. Bei den öffentlichen Bediensteten wie den Beamten und Eisenbahnern liegen die Aufwendungen überhaupt beim Doppelten. Derart eklatante Unterschiede schlagen naturgemäß auf die Qualität durch.

Gleichzeitig nahm Haubner ihr Referat zum Anlass, eine effiziente Struktur der Sozialversicherungsträger einzufordern. Nur durch einen bundesweiten Rahmen und höchstens 4 Gesundheitsregionen ist ein harmonisierter Beitrags- und Leistungsstandard sicherzustellen. Den Plänen des Gesundheitsministeriums, in jedem Bundesland eigene Gesundheitsagenturen einzurichten, erteilt sie eine klare Absage.

Abschließend äußerte sich die Staatssekretärin noch zur Ablehnung des Wiener Kassenvertrages durch den Verwaltungsrat im Hauptverband der Sozialversicherungsträger:

"Der drohende vertragslose Zustand zwischen der Wiener Gebietskrankenkassa und den Ärzten ist schnellstens zu beseitigen. Es geht nicht an, dass die Patientinnen und Patienten in Wien ab dem Sommer bei Arztbesuchen zur Kassa gebeten werden und sich ihr Geld erst umständlich wieder bei Krankenkassa zurückholen müssen", appelliert heute Sozialstaatssekretärin Ursula Haubner an die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter, sich ihrer Verantwortung für die Versicherten bewusst zu werden, die Gespräche rasch wieder aufzunehmen und zu einem positiven Abschluss zu bringen. Sie betont auch, dass sich der medizinische Bereich nicht dafür eigene, partei-und machtpolitisch motivierte Winkelzüge auf dem Rücken der Menschen auszutragen. (Schluss) bxf

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