Schicker: "Europäisch denken - regional handeln - Wien entwickeln"

Strategieplan für Wien und Stadtentwicklungsplan STEP 05 als Grundlagen für weitere dynamische Entwicklung Wiens

Wien (SPW-K) - "In vier Wochen wird die Europäische Union um zehn Länder reicher sein und Wien damit noch stärker ins Zentrum Europas rücken. Damit sind auch neue Rahmenbedingungen und vor allem Chancen hinsichtlich der weiteren Entwicklung Wiens verbunden. Wien kann nicht nur auf eine erfolgreiche Bilanz in der Stadtentwicklung blicken, sondern hat sich auf die neuen Herausforderungen bestens vorbereitet: Unter dem Motto `Europäisch denken - regional handeln -Wien entwickeln` hat sich die Stadtregierung mit einem neuen Strategieplan, aber auch mit dem Stadtentwicklungsplan 2005, das Ziel gesetzt, diesen neuen Herausforderungen mit einem umfassenden Bündel an Maßnahmen entgegenzutreten, um die Rolle der Bundeshauptstadt als DIE Metropole im südöstlichen Zentraleuropa weiter zu stärken", betonte Wiens Planungsstadtrat DI Rudolf Schicker am Freitag im Rahmen der Frühjahrstagung des Wiener SPÖ-Gemeinderatsklubs.

Der Strategieplan wurde in Kooperation aller Geschäftsgruppen erarbeitet und beinhaltet strategische Maßnahmen und Ziele, mit denen der Wirtschaftsstandort Wien weiter ausgebaut und Wien als Stadt mit höchstem sozialen Niveau sowie höchster Umwelt- und Lebensqualität gesichert werden soll. Grundsätze und Schwerpunkte der 41 Strategiemaßnahmen sind:

  • Nachhaltige Entwicklung als Grundsatz in allen Politikfeldern
  • die Erweiterung der EU und die europäische Integration als das wichtigste und vitalste Zukunftsprojekt Europas und als DIE Chance für Wien
  • Integrierte Standortpolitik - im Zusammenwirken von Wirtschafts- und Stadtentwicklungspolitik und weiteren Ressorts
  • Gender Mainstreaming als querschnittsorientierte Politik
  • Integrations- und Diversitätspolitik für ZuwandererInnen als Querschnittsmaterie
  • Fokus auf Umsetzung - kompaktes und massiv erweitertes Handlungsprogramm

Der Strategieplan setzt sich daher unter dem Motto "Wien - Stadt mit Visionen und Augenmass" aus fünf strategischen Handlungsfeldern zusammen:

- Wien engagiert sich in Europa und verstärkt regionale Kooperationen

Städtepolitik - Europaregion CENTROPE - Vienna Region
- Wien schafft neue Perspektiven für Wirtschaft und Arbeit Internationalisierung und Innovation - vorausschauende Arbeitsmarktpolitik
- Wien investiert in Wissen, Bildung, Kultur und Freizeit
Wissen - Aus- u. Weiterbildung - Kultur - Wohlfühlstadt
- Wien stärkt die Qualität von Naturraum und Stadtraum
Naturraum - Stadtentwicklung - Intelligente Mobilität - Urbanität - Wien bleibt Stadt der Lebens- und Umweltqualität
- Miteinander - Soziales - Gesundheit - Wohnen - Ressourcenschonung

Der Entwurf zum neuen Strategieplan für Wien ist zur Zeit in der Endausarbeitung und wird am 19. Mai 2004 von Bürgermeister Dr. Michael Häupl dem Wiener Gemeinderat präsentiert und zur Diskussion gestellt.

Neuer Stadtentwicklungsplan für Wien STEP 05

Die weitere dynamische Entwicklung Wiens manifestiert sich auch in einem neuen Stadtentwicklungsplan, der 2005 dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt wird.
Startschuss für den STEP 05 wurde im Frühjahr 2003 gegeben, die Arbeiten daran laufen zur Zeit auf Hochtouren. Der neue STEP hat ebenfalls die neuen Rahmenbedingungen durch die EU-Erweiterung als Grundlage und legt in großen Zügen den weiteren geordneten Ausbau der Stadt fest. Er stellt eine Leitlinie für jene dar, die in der Verwaltung für die detaillierteren Planungen und die finanziellen Prioritäten im Infrastrukturausbau verantwortlich sind. Der STEP stellt auch die räumliche Ausformung des Strategieplans dar.

Nicht nur inhaltlich, sondern auch im Entstehungsprozess unterscheidet sich der neue Stadtentwicklungsplan vom STEP 1994. Schicker: "Der neue Stadtentwicklungsplan wird in einem breit angelegten Dialog über die Zukunft Wiens entwickelt. Am STEP arbeiten nicht nur die FachexpertInnen, sondern sind alle Wienerinnen und Wiener eingeladen, ihre Ideen einzubringen". Ausgangspunkt des neuen STEP seien einerseits die neuen Rahmenbedingungen aufgrund der bevorstehenden EU-Erweiterung, aber auch die künftige demografische Entwicklungen, die im neuen STEP ihren Niederschlag finden müssten. Grundelement des neuen Stadtentwicklungsplanes ist die Einbeziehung der Region bis über die Staatsgrenzen hinausgehend. Ziel sei es, so Schicker, die Zukunft der Stadt sozial- und umweltverträglich zu gestalten und dabei gleichzeitig auch flexibel auf neue Entwicklungen reagieren zu können.

Wien konzentriert sich auf seine Stärken!

Als einer der ersten wesentlichsten Grundsätze dabei sei die Konzentration Wiens auf seine Stärken. Es sei wenig sinnvoll, in Wettbewerbsfeldern zu konkurrenzieren, in denen man nicht gewinnen könne. Schicker nannte dafür als Beispiel flächenintensive Einrichtungen auf billigen Grundstücken. Wien werde sich daher vielmehr auf Großstadtfunktionen, wie z.B. hochrangige Angebote in Bildung, Forschung & Entwicklung, unternehmensnahe Dienstleistungen, Versorgung sowie Tourismus konzentrieren.

Die Stadtregion als solche erfährt eine zunehmende funktionale Änderung. So verlieren Randzonen beispielsweise ihre Abhängigkeit von Zentrum, die Bedeutung von Distanzen schwindet, neue Stadtteilzentren entstehen. Als besondere Potenziale und Herausforderungen der Wiener Stadtentwicklungsgebiete werden im neuen STEP v.a. angesprochen

  • die Wiener Innenstadt mit dem Welterbe-Prädikat als DAS touristische Zentrum
  • der Stadtentwicklungsbereich vom Bahnhof Wien - Europa Mitte über die Aspanggründe bis zum "mais wien" (Erdberger Mais - Simmering),
  • der Bereich entlang der U2-Achse vom Praterstern über die Messe Wien bis zur Donau sowie
  • der Norden Wiens, und hier vor allem die Donau City und das Flugfeld Aspern,

(Schluss)

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