- 02.04.2004, 13:01:47
- /
- OTS0159 OTW0159
Ö1 sendet drei Konzerte des Festivals Osterklang 2004
Wien (OTS) - "Ecce homo - Wohin strebst du?" ist der Leitgedanke
von Osterklang Wien 2004. Auf dem Programm des noch bis 12. April
dauernden Festivals steht Musik vom Barock bis zur Moderne.
Österreich 1 strahlt drei Konzerte aus: Olivier Messiaens "Quatuor
pour la fin du temps" am 8. April ab 19.30 Uhr, Frank Martins
Oratorium "Golgotha" am 9. April ab 19.30 Uhr und W. A. Mozarts "La
Betulia Liberata" am 12. April ab 19.30 Uhr.
Olivier Messiaens "Quatuor pour la fin du temps" suggeriert mit
seinem Titel nur vordergründig etwas Endgültiges. Der Komponist
schrieb sein Quartett "für das Ende der Zeit" in deutscher
Kriegsgefangenschaft und richtete sich bei der Besetzung nach den im
Lager gegebenen Aufführungsmöglichkeiten. Das Ende der Zeit ist aber
für den zutiefst in seinem katholischen Glauben verankerten Musiker
kein solches im irdischen Sinne, sondern Bestätigung der österlichen
Hoffnung. Aus ihr heraus konnte der Komponist, der im Gefangenenlager
erfahren hatte, was Unfreiheit ist, die kühne Aussage machen: "Ich
glaube nicht an Freiheit oder Unfreiheit. Frei wovon?" Bei "Quatuor
pour la fin du temps" wirken Julia Stemberger (Rezitation), Christian
Altenburger (Violine), Patrick Demenga (Violoncello), Ulf Radenhäuser
(Klarinette) und Thomas Larcher (Klavier) mit. Die Texte stammen von
den im Zweiten Weltkrieg verfolgten Autoren Theodor Kramer, Selma
Meerbaum Eisinger, Paula von Preradovic, Stanislaw Buczynski, Paul
Celan, Franz Theodor Csokor und Jura Soyfer. Ö1 sendet den Mitschnitt
der Aufführung am Donnerstag, den 8. April ab 19.30 Uhr.
Am Freitag, den 9. April strahlt Ö1 ab 19.30 Uhr einen Mitschnitt
von Frank Martins zweiteiligem Oratorium "Golgotha" aus. Der
Schweizer Komponist bezieht sich in diesem Werk auf Rembrandts
Kreuzigungsszene "Die drei Kreuze", welche er in einer Ausstellung in
Genf im Frühjahr des Jahres 1945 gesehen hat. Im Kontext mit dem zu
Ende gehenden Krieg und der Hoffnung auf Frieden schuf er ein Werk,
in dem Leid, Tod und Hoffnung zentrale Bedeutung zukommen. Es wirken
mit: die Wiener Philharmoniker, Dirigent: Michael Boder; der Wiener
Singverein; Soile Isokoski, Sopran; Nathalie Stutzmann, Mezzosopran;
Frank von Aken, Tenor; Anthony Michaels-Moore, Bariton; David
Pittsinger, Bass; Anton Holzapfel, Orgel.
Um Hoffnung auf Erlösung, die letztendlich bestätigt wird, geht es
auch in Mozarts Oratorium "La Betulia Liberata", das er im Alter von
15 Jahren komponierte. Inhaltliche Grundlage ist das
alttestamentliche Buch Judith, in dem die Befreiung der Stadt Betulia
von der Belagerung durch die Assyrer geschildert wird. Es spielt das
Radio-Symphonieorchester Wien unter Bertrand de Billy, es singen der
Chorus sine nomine, Sara Mingardo, Heidi Brunner, Kwangchul Youn und
Maria Bengtsson. Das Oratorium ist in Ö1 am Montag, den 12. April ab
19.30 Uhr zu hören.(ih)
OTS0159 2004-04-02/13:01
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HOA






