- 02.04.2004, 12:31:07
- /
- OTS0145 OTW0145
Opfer sind Senioren und geriatrische Patienten
Wien (OTS) - Das geriatrische Pflegekrankenhaus "Haus der
Barmherzigkeit" kritisiert das Verhalten des Hauptverbandes der
Sozialversicherungsträger. Durch die Ablehnung des Gesamtvertrages
zwischen Wiener Gebietskrankenkasse und der Wiener Ärztekammer drohe
ein vertragsloser Zustand, so der Ärztliche Direktor und
Geriatriereferent der Wiener Ärztekammer, Prim. Univ.-Prof. Dr.
Christoph Gisinger. Besonders betroffen seien Senioren und
geriatrische Patienten. Gisinger fordert die Akteure auf,
schnellstens zu einer fairen Lösung zu kommen.
In der jetzigen Diskussion um den ab September drohenden
vertragslosen Zustand in Wien weist das "Haus der Barmherzigkeit" auf
die große Zahl der Senioren und geriatrischen Patienten hin. "Gerade
diese Bevölkerungsgruppe ist wirklich von dem vertragslosen Zustand
bedroht", so Prim. Univ.-Prof. Dr. Christoph Gisinger, Ärztlicher
Direktor im geriatrischen Pflegekrankenhaus und Geriatriereferent der
Wiener Ärztekammer. Weiter: "Oft ist hohes Alter und Krankheit mit
Armut verbunden. Denn das derzeitige Sozialsystem erfordert ohnehin,
dass pflegebedürftige, ältere Menschen viele notwendige Leistungen
aus der eigenen Tasche bezahlen müssen. Beim drohenden vertragslosen
Zustand müssen gerade diese Menschen, die in vieler Hinsicht zu
schwach sind, um selbst auf die Barrikaden zu steigen, noch
zusätzlich draufzahlen. Da werden viele noch weiter unter die
Armutsgrenze rutschen." Die handelnden Akteure sollen sich daher
"schleunigst zusammensetzen, die Patienten in den Mittelpunkt ihrer
Überlegungen stellen und eine Koalition der Vernunft bilden", so die
Forderung Gisingers. "Gesundheitspolitik sollte endlich von
Fachleuten und jenen Menschen gemacht werden, die mit Patienten zu
tun haben, als sie praxisfremden Schreibtischtätern zu überlassen."
OTS0145 2004-04-02/12:31
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HDB






