Wöchentlicher Finanzmarktkommentar der Volksbank Investmentbank AG

Wien (OTS) -

USD Euribor Dt. Bund ATX DAX DJ Ind. je EUR 3m 10y 2.Apr 04 1,232 2,03% 3,95% 1913,8 3939,2 10373,3 26.Mär 04 1,213 1,99% 3,84% 1852,2 3825,9 10218,8 Veränderung -1,57% 0,04%Pkt 0,11%Pkt 3,33% 2,96% 1,51%

Im Laufe der Woche wurden sowohl in den USA als auch in der Eurozone eine Reihe von Stimmungs- Indikatoren veröffentlicht. Diese zeigen eine durchwegs eingetrübte Stimmung und eine pessimistische Einschätzung der weiteren Konjunkturentwicklung obwohl die realwirtschaftlichen Daten nicht so schlecht sind. In den USA stieg der Einkaufsmanager-Index des ISM im März nach einem zweimaligen Rückgang wieder leicht an. In der Eurozone stagniert die Konsumentenstimmung auf niedrigem Niveau und die Einkaufsmanager-Indizes zeichnen ebenfalls nur ein verhalten optimistisches Bild, sie sind im März aber gestiegen. Kommende Woche ist der Datenkalender relativ leer, so daß an den Kapitalmärkten keine von Fundamentaldaten getriebenen Marktreaktionen zu erwarten sind.

Interessant werden die neuen Arbeitsmarktdaten aus den USA werden, die noch heute Nachmittag veröffentlicht werden. Bis jetzt ging die Konjunkturerholung in den USA mit einer unterdurchschnittlichen Belebung des Arbeitsmarktes einher. Eine deutliche Besserung der Lage am Arbeitsmarkt erwarten wir auch von den heutigen Daten nicht und somit sollten die Renditen niedrig bleiben und der Dollar wieder zur Schwäche neigen.

Zinsen und Währungen wurden in der vergangenen Woche vor allem von EZB-Zinssenkungs-diskussionen und -spekulationen beeinflusst. Die EZB hat auf ihrer letzten Sitzung die Zinsen erwartungsgemäß unverändert bei zwei Prozent belassen und auch keine Änderung in der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage vorgenommen. Wir gehen nicht davon aus, daß es beim gegenwärtigen Konjunkturausblick noch zu einer weiteren Zinssenkung kommen wird. Die aktuell noch leicht inverse Geldmarktkurve zeigt aber, daß der Markt von einer solchen ausgeht. Die anhaltend niedrigen Geldmarktsätze und Zinssenkungserwartungen sollten die Anleiherenditen noch einige Zeit sehr tief halten.

Eurostat hat in einer Vorausschätzung die jährliche Inflationsrate für März auf 1,6% geschätzt. Dies bestätigt den vorerst fehlenden Inflationsdruck und unser Szenario anhaltend niedriger Inflation. Von dieser Seite besteht für die Anleiherenditen so rasch keinerlei Aufwärtsdruck. Mit einer noch leichten Korrektur der Renditen nach oben (4,0% bei 10 Yr EUR-Bmk) rechnen wir allerdings in der kommenden Woche.

An den Aktienmärkten beginnt in den USA am 6. April die Berichtssaison. Wir erwarten eine positive Berichtssaison mit einem großteils guten Ausblick für die weitere Unternehmensentwicklung. Ab dann werden vor allem die Quartalsergebnisse die Richtung der Aktienmärkte bestimmen. Mit guten Unternehmenszahlen sollte die Kaufneigung der Marktteilnehmer wieder steigen und damit auch die Kurse an den wichtigsten Aktienmärkten. Ein Risikofaktor für die Aktienmärkte wird aber weiterhin die geopolitischen Unsicherheit bleiben.

Der Dollar wurde zum Euro im Wochenverlauf leicht schwächer und wir erwarten auch für die kommende Woche eine leichte Abwertung. Der Yen stieg zum Dollar wegen Spekulationen um die Beendigung der japanischen Interventionspolitik zwischenzeitlich auf knapp über 103 Yen/Dollar. Nächste Woche erwarten wir hier eine Konsolidierung, was für den Wechselkurs zum Euro eine Seitwärtsentwicklung impliziert.

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