- 02.04.2004, 12:24:57
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Wöchentlicher Finanzmarktkommentar der Volksbank Investmentbank AG
Wien (OTS) -
USD Euribor Dt. Bund ATX DAX DJ Ind.
je EUR 3m 10y
2.Apr 04 1,232 2,03% 3,95% 1913,8 3939,2 10373,3
26.Mär 04 1,213 1,99% 3,84% 1852,2 3825,9 10218,8
Veränderung -1,57% 0,04%Pkt 0,11%Pkt 3,33% 2,96% 1,51%Im Laufe der Woche wurden sowohl in den USA als auch in der
Eurozone eine Reihe von Stimmungs- Indikatoren veröffentlicht. Diese
zeigen eine durchwegs eingetrübte Stimmung und eine pessimistische
Einschätzung der weiteren Konjunkturentwicklung obwohl die
realwirtschaftlichen Daten nicht so schlecht sind. In den USA stieg
der Einkaufsmanager-Index des ISM im März nach einem zweimaligen
Rückgang wieder leicht an. In der Eurozone stagniert die
Konsumentenstimmung auf niedrigem Niveau und die
Einkaufsmanager-Indizes zeichnen ebenfalls nur ein verhalten
optimistisches Bild, sie sind im März aber gestiegen. Kommende Woche
ist der Datenkalender relativ leer, so daß an den Kapitalmärkten
keine von Fundamentaldaten getriebenen Marktreaktionen zu erwarten
sind.
Interessant werden die neuen Arbeitsmarktdaten aus den USA werden,
die noch heute Nachmittag veröffentlicht werden. Bis jetzt ging die
Konjunkturerholung in den USA mit einer unterdurchschnittlichen
Belebung des Arbeitsmarktes einher. Eine deutliche Besserung der Lage
am Arbeitsmarkt erwarten wir auch von den heutigen Daten nicht und
somit sollten die Renditen niedrig bleiben und der Dollar wieder zur
Schwäche neigen.
Zinsen und Währungen wurden in der vergangenen Woche vor allem von
EZB-Zinssenkungs-diskussionen und -spekulationen beeinflusst. Die EZB
hat auf ihrer letzten Sitzung die Zinsen erwartungsgemäß unverändert
bei zwei Prozent belassen und auch keine Änderung in der Einschätzung
der wirtschaftlichen Lage vorgenommen. Wir gehen nicht davon aus, daß
es beim gegenwärtigen Konjunkturausblick noch zu einer weiteren
Zinssenkung kommen wird. Die aktuell noch leicht inverse
Geldmarktkurve zeigt aber, daß der Markt von einer solchen ausgeht.
Die anhaltend niedrigen Geldmarktsätze und Zinssenkungserwartungen
sollten die Anleiherenditen noch einige Zeit sehr tief halten.
Eurostat hat in einer Vorausschätzung die jährliche Inflationsrate
für März auf 1,6% geschätzt. Dies bestätigt den vorerst fehlenden
Inflationsdruck und unser Szenario anhaltend niedriger Inflation. Von
dieser Seite besteht für die Anleiherenditen so rasch keinerlei
Aufwärtsdruck. Mit einer noch leichten Korrektur der Renditen nach
oben (4,0% bei 10 Yr EUR-Bmk) rechnen wir allerdings in der kommenden
Woche.
An den Aktienmärkten beginnt in den USA am 6. April die
Berichtssaison. Wir erwarten eine positive Berichtssaison mit einem
großteils guten Ausblick für die weitere Unternehmensentwicklung. Ab
dann werden vor allem die Quartalsergebnisse die Richtung der
Aktienmärkte bestimmen. Mit guten Unternehmenszahlen sollte die
Kaufneigung der Marktteilnehmer wieder steigen und damit auch die
Kurse an den wichtigsten Aktienmärkten. Ein Risikofaktor für die
Aktienmärkte wird aber weiterhin die geopolitischen Unsicherheit
bleiben.
Der Dollar wurde zum Euro im Wochenverlauf leicht schwächer und
wir erwarten auch für die kommende Woche eine leichte Abwertung. Der
Yen stieg zum Dollar wegen Spekulationen um die Beendigung der
japanischen Interventionspolitik zwischenzeitlich auf knapp über 103
Yen/Dollar. Nächste Woche erwarten wir hier eine Konsolidierung, was
für den Wechselkurs zum Euro eine Seitwärtsentwicklung impliziert.
Rückfragehinweis:
Research-Team der VB Investmentbank AG
Uta Pock
mailto:uta.pock@oevag.volksbank.at, Tel. 01-31340-7022
Friedrich Glechner
mailto:friedrich.glechner@oevag.volksbank.at, Tel. 01-31340-7017
Manfred Dirngrabner
mailto:manfred.dirngrabner@oevag.volksbank.at, Tel. 01-31340-7019
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