Österreichs UmweltanwältInnen zum Klimaschutz

Einigung beim Emissionshandel muss verstärkte Anstrengungen in anderen Bereichen bedeuten

Wien (OTS) - Im Rahmen des Kyoto-Protokolls hat sich Österreich innerhalb der Europäischen Union zu einer Reduktion der CO2-Emissionen von 13 % verpflichtet. In der vom Ministerrat im Juni 2002 beschlossenen Klimastrategie wurde der Weg zur Erreichung dieses Zieles vorgegeben. Von diesem Weg ist Österreich mit dem beschlossenen Allokationsplan nun wesentlich abgewichen. Bei allem Verständnis für die Anstrengungen zu Verhandlungsergebnissen zu kommen, die Standorte nicht gefährden, muss dennoch gesagt werden, dass die wirtschaftlichen Folgen der Klimaveränderung in den Diskussionen völlig außer Acht gelassen wurden.

Folgen für die Wirtschaft auch durch Klimaveränderung

Neben dem Temperaturanstieg sind in Österreich Veränderungen in der Niederschlagstätigkeit und Zunahme extremer Wetterereignisse bereits bekannt. Wenn dieser Trend anhält, sind in den nächsten Jahren Klimaschäden zu erwarten, die sich in der Höhe des jährlichen Zuwachses des Bruttoinlandsproduktes (BIP) bewegen. Etwa 2,5 % des BIP müssen daher zur Beseitigung oder zum Ausgleich von Klimaschäden verwendet werden. Prognostizierte Schäden betreffen Ertragsverluste aus der Landwirtschaft, Ertragsverluste im Tourismus, Reparaturen bei Schutzbauten, Ausfälle in der Energiewirtschaft und Umsiedlungskosten. Die Folgen der Hochwasserkatastrophe 2002 müssen heute noch aufgearbeitet werden. Umso wichtiger ist es nunmehr die Anstrengungen in den anderen Bereichen, wie Verkehr und Raumwärme zu verstärken. Ausreichende Mittel für Maßnahmen im öffentlichen Verkehr, zur Wohnbausanierung sowie zur Umstrukturierung zu erneuerbaren Energieträgern müssen jetzt im Finanzausgleich zur Verfügung gestellt werden. (Schluss) as

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