GPA fordert Rechte für 'atypisch' Beschäftigte

Kundgebung anlässlich der Aktionstage für ein sozialeres Europa

Wien (GPA/ÖGB) - "Der gestrige Streik von FahrradbotInnen in Wien hat gezeigt, dass auch atypisch Beschäftigte im zunehmenden Ausmaß in solidarischer Form ihre politischen Ziele artikulieren. Die heutige Kundgebung der GPA-Interessengemeinschaft work@flex ist ein Novum in Österreich und ich bin überzeugt, dass noch weitere öffentliche Aktionen stattfinden werden", erklärt die stellvertretende Geschäftsbereichsleiterin der GPA, Mag.a Claudia Kral-Bast, anlässlich der Kundgebung 'atypisch' Beschäftigter im Rahmen des Europäischen Aktionstages für ein sozialeres Europa.++++

Eine der wesentlichen Fordrungen der GPA für 'atypisch' Beschäftigte ist die verpflichtende Arbeitslosenversicherung für alle Erwerbstätigen. Im aktuellen Entwurf von Arbeitsminister Bartenstein ist bloß eine optionale Versicherung vorgesehen. Weiters fordert die GPA eine Ausdehnung des ArbeitnehmerInnenbegriffs dahin gehend, dass auch als ArbeitnehmerIn gilt, wer im Auftrag und in Rechnung anderer Arbeit leistet und in einem Abhängigkeitsverhältnis steht. Außerdem sollen in einem Generalkollektivvertrag bzw. ähnlichen Regelungen sozialrechtliche und kollektivvertragliche Mindeststandards für flexible Arbeitsformen abgesichert werden. Eine wichtige Forderung der GPA ist auch die Verankerung des aktiven und passiven Wahlrechts für freie DienstnehmerInnen auf betrieblicher Ebene.

"Die GPA hat schon vor drei Jahren eine Struktur geschaffen, die 'atypisch' Beschäftigten ermöglicht, innerhalb gewerkschaftlicher Zusammenhänge sich politisch zu artikulieren. Nur die GPA bietet ein Netzwerk, in dem BetriebsrätInnen gemeinsam mit 'atypisch' Beschäftigten die Durchsetzungskraft ihrer Forderungen verstärken. Wir verstehen uns als Teil einer sozialen Bewegung gegen Sozial- und Bildungsabbau und unterstützen daher auch aktiv die heutige Kundgebung für ein sozialeres Europa", so Kral-Bast.

Nähere Informationen unter: www.interesse.at/flex

ÖGB, 2. April
2004
Nr. 229

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