Sallmutter: Nachhaltigkeitsprüfung von Mitarbeitervorsorgekassen auch ein Erfolg der GPA

Berücksichtigung sozialer, ethischer und ökologischer Kriterien auf Druck von BetriebsrätInnen und Gewerkschaft

Wien (GPA/ÖGB) - "Die freiwillige Überprüfung und Zertifizierung einiger Mitarbeitervorsorgekassen ist auch ein Erfolg der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA). Die GPA hat sich bereits in den Verhandlungen zur Reform der Abfertigung dafür eingesetzt, dass die Kassen bekannt geben müssen, ob sie Nachhaltigkeitskriterien bei der Veranlagung berücksichtigen oder nicht. Da dieser Vorschlag keinen Eingang in die gesetzlichen Regelungen gefunden hat, war es ein Anliegen der GPA, dass sich die Kassen freiwillig zu nachhaltigem Investment verpflichten", erklärt der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Hans Sallmutter, anlässlich der heutigen Pressekonferenz der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT).++++

"Uns als GewerkschafterInnen kann es nicht egal sein, wie die Beiträge für die Abfertigungsansprüche angelegt werden. Eine verantwortungslose Renditegier der institutionellen Investoren gefährdet den sozialen Zusammenhalt und das ökologische Gleichgewicht", so der GPA-Vorsitzende.

Durch Bewusstseinsarbeit wurde diese Idee ein Anliegen zahlreicher BetriebsrätInnen, die darauf gedrängt haben, Kassen auszuwählen, die sozial, ethische oder ökologische Kriterien bei der Veranlagung berücksichtigen. Der dadurch entwickelte Druck hat bewirkt, dass sich die meisten Kassen zu nachhaltiger Veranlagung bekannt haben. Umso erfreulicher ist es, wenn sich nun einige der Kassen einer freiwilligen unabhängigen Überprüfung und Zertifizierung unterziehen, um die Glaubwürdigkeit ihres Konzepts und seiner Umsetzung zu dokumentieren.

Bezug nehmend auf die Teilnahme von VÖI-Präsideten Lorenz Fritz bei der ÖGUT-Pressekonferenz, merkt Sallmutter an: "Es ist natürlich positiv, wenn sich die Industriellenvereinigung öffentlich zum Thema Nachhaltigkeit bekennt. Mir sind keine Empfehlungen der Industriellenvereinigung an ihre Mitglieder bekannt, nur mit Kassen abzuschließen, die nachhaltig veranlagen. Dass sich nun Lorenz Fritz als Anhänger des nachhaltigen Wirtschaftens und Veranlagens präsentiert, hat hoffentlich nicht bloß mit Imagepflege zu tun. Für eine tatsächliche Glaubwürdigkeit der Industrie in dieser Frage müssen aber noch konkrete Taten folgen", so Sallmutter abschließend.

ÖGB, 2. April
2004
Nr. 228

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