Darabos: Neue Facetten der VP-Schmutzkübelkampagne gegen Fischer

"Ferrero-Waldner soll das abstellen und sich inhaltlicher Auseinandersetzung stellen"

Wien (SK) "Hohe Nervosität" im Wahlkampfteam von
Ferrero-Waldner ortet SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos angesichts der "sehr üblen Kampagne der ÖVP" gegen Präsidentschaftskandidat Heinz Fischer. Darabos präsentierte dazu in einer Pressekonferenz am Freitag neue Details, die klar belegen, dass die von "res publica" bezahlten untergriffigen Inserate gegen Fischer direkt aus einem Strategiepapier des Ferrero-Wahlkampfteams unter Kurt Bergmann kommen. Weiters zeigte Darabos in der Pressekonferenz ein Foto, das Ferrero-Waldner in trautem Gespräch mit der Initiatorin der Inserate, Susanna Hallamayr, zeigt. Das Team Fischers, so Darabos, werde jedenfalls weiter einen fairen Wahlkampf führen, der auch eine inhaltliche Auseinandersetzung sein sollte. ****

Er, Darabos, sei sehr zuversichtlich, dass Heinz Fischer am 25. April in die Hofburg gewählt werde. Der Vorsprung Fischers sei wohl auch dadurch zu erklären, dass die Menschen eine Negativ-Kampagnisierung, wie sie die ÖVP betreibt, ablehnen. So habe etwa der Chef des Ferrero-Personenkommitees Kurt Bergmann die Öffentlichkeit falsch informiert, als er in der ORF-sendung "Offen gesagt" gemeint hatte, er wisse nicht, woher die Inserate gegen Fischer kommen. Um das zu belegen zeigte Darabos einen Auszug aus einem Strategiepapier des Ferrero-Kommitees, wo genau diese Inserate abgedruckt sind. Falsch sei auch, wenn vorgegeben werde, Ferrero-Waldner kenne die Initiatorin der Anti-Fischer-Inserate, die Obfrau der CV-Verbindung Norica Nova, in der auch Ministerin Rauch-Kallat Mitglied ist, nicht. Dazu zeigte Darabos ein Foto, das beide bei einem Empfang vor der Rudolfina-Redoute beim gemeinsamen Sekttrinken in trautem Gespräch zeigt (s. www.benita.at, Bild 7/50).

"Für mich ist unverständlich und auch nicht zu akzeptieren, wenn die Kandidatin selbst sagt, das geht sie nichts an. Das sind ihre Mitarbeiter. Und mit der Autorität einer Kandidatin zum höchsten Amt im Staate ausgestattet, sollte sie diese Dinge schleunigst abstellen", so Darabos. "Wir werden jedenfalls weiter einen fairen Wahlkampf führen. Wir würden viel eher darauf drängen, dass man sich einer inhaltlichen Auseinandersetzung stellt", so Darabos. So sollte es auch eine inhaltliche Auseinandersetzung um Neutralität und NATO oder um Fragen der sozialen Sicherheit geben. Es wäre wichtig zu wissen, ob sich die Ministerin zu ihren eigenen Beschlüssen im Ministerrat bekennt, so der SPÖ-Bundesgeschäftsführer.

Für die letzten drei Wochen des Wahlkampfs kündigte Darabos eine "Marathon-Tour" Fischers durch alle Bundesländer an. Der Zuspruch, den Fischer im Wahlkampf erfahre, decke sich jedenfalls nicht mit dem manchmal kolportieren Bild eines "Staatsnotars". "Heinz Fischer ist kein Staatsnotar", er gehe offen auf die Menschen zu und alle seien von seiner Herzlichkeit und Bürgernähe begeistert. "Und er beschäftigt sich auch - im Gegensatz zur anderen Kandidatin - mit politischen Inhalten; das wollen wir in den nächsten Tagen auch betonen", so Daraobs abschließend. (Schluss) ah

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