Grüne/Jerusalem: Gespart wird auf dem Rücken der Kinder

Grüne zum Internationalen Aktionstag gegen Bildungs- und Sozialabbau.

Wien (Grüne) - "Chancengerechtigkeit wird im Keim erstickt, nur eine prall gefüllte Brieftasche wird in Zukunft gute Bildung garantieren können", stellt die Schulsprecherin der Wiener Grünen Landtagsabgeordnete Susanne Jerusalem anlässlich des Aktionstages gegen Bildungs- und Sozialabbau fest. Durch Stundenreduktionen und Personalabbau wurde das Lernangebot in den letzten Jahren systematisch reduziert. Absicht der Bildungsministerin - "ich habe ein Budget zu sanieren und damit basta" - ist es offenbar, mit reduzierten Mitteln nur noch eine 5tägige Halbtagsschule zu finanzieren. Alles was darüber hinaus geht, wird zur Privatsache erklärt oder den Ländern überantwortet. Leider hat sich aber das rote Wien dem Bund angeschlossen und den Kürzungen im Schulsystem zugestimmt. Jerusalem dazu: "Landeshauptmann Häupl hat in drei Jahren 1400 Dienstposten gestrichen, er soll die nächsten drei Jahre dazu verwenden, sie wieder zu beschaffen. Wir verlangen eine Kurskorrektur."

Ganztägige Schulen mit ausreichend Platz und interessanten Lern-und Freizeitangeboten gibt es kaum. Das büßen in erster Linie die Frauen, denn an ihnen bleibt die Mehrfachbelastung hängen. Wären mehrheitlich Männer dafür zuständig, das "Kind zu schaukeln", hätte sich längst vieles geändert. Jerusalem: "Wien braucht ganztägige Schulen, das dürfen aber keine Aufbewahranstalten sein, sondern attraktive Lebensräume, wo SchülerInnen mitbestimmen und mitgestalten können sollen". Leider seien nicht nur die Schulraumkonzepte überaltet und bewegungsfeindlich, auch viele pädagogische Konzepte hinkten schwerfällig hinter allen Erkenntnissen hinterher. Jerusalem:
"Mehr Spaß, mehr Motivation und mehr Selbstbestimmung könnten Wunder wirken".

Insgesamt ist Österreich vom neoliberalen Trend voll erfasst. Sparen im Bildungs- und Sozialbereich findet statt. Bislang ist das rote Wien ein Gegenmodell schuldig geblieben. Jerusalem: " Das Sozialamt kann nicht einmal mehr ein neues Bett für ein Kind finanzieren, das am Boden schläft, da entsteht ja der absurde Eindruck, dass Wien aus dem letzten Loch bläst."

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat, Grüner Klub im Rathaus, Tel.: 4000 - 81814, http://wien.gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKR0001