"Orientierung" am 4. April im ORF

Kardinal Ratzinger im Interview: Junge Generation wagt "Aufbruch ohne Ängste"

Wien (OTS) - Kardinal Joseph Ratzinger, der im Namen von Papst Johannes Paul II. das Requiem für Kardinal Franz König im Wiener Stephansdom leitete, spricht im Interview mit "Orientierung" über den Glauben der Jugendlichen, über Ökumene und das Verhältnis zwischen Vatikan und Ortskirchen. Die weiteren Beiträge von "Orientierung", präsentiert von Doris Appel, am Sonntag, dem 4. April 2004, um 12.30 Uhr in ORF 2: Christen im Irak zwischen Angst und Hoffnung, Wege der Versöhnung in Ruanda zehn Jahre nach dem blutigen Bürgerkrieg und der österreichische Komponist Friedrich Cerha über sein kürzlich uraufgeführtes Requiem.

Kardinal Ratzinger: Junge Generation wagt "Aufbruch ohne Ängste"

Kardinal Joseph Ratzinger, Dekan des Kardinalskollegiums und Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, spricht im "Orientierung"-Interview mit Mathilde Schwabeneder von der jungen Generation, die verstärkt nach einem authentischen Glauben frage, über die Bedeutung der Ökumene und über das bisweilen schwierige Verhältnis zwischen Vatikan und Ortskirchen. Da hätte, so Ratzinger, der Vatikan "manchmal auch großzügiger sein können".

Kardinal Ratzinger gibt übrigens am Karfreitag in 3sat und am Ostersonntag in ORF 2 Einblicke in den Kirchenstaat: "Joseph Kardinal Ratzinger - Mein Vatikan", eine exklusive ORF/3sat-Produktion von Günter Schilhan vom Landesstudio Steiermark (Kamera: Erhard Seidl), ist in der3sat-Reihe "Inter-City spezial" am Karfreitag, dem 9. April, um 22.10 Uhr sehen. ORF 2 zeigt diesen Film am Ostersonntag, dem 11. April, um 9.45 Uhr als Einstimmung auf den "Katholischen Ostergottesdienst", den Papst Johannes Paul II. auf dem Petersplatz feiert und der um 10.30 Uhr in ORF 2 live übertragen wird.

Irak: Christen zwischen Angst und Hoffnung

Ein Jahr nach dem Sturz von Saddam Hussein lebt die christliche Minderheit des Irak zwischen Angst und Hoffnung. Wie die muslimische Mehrheit sind auch die rund 750.000 Christen täglich mit dem Bombenterror konfrontiert. Unter den irakischen Christen wächst aber auch die Angst vor einem militanten Islam, der den Christengemeinden das Leben schwer machen könnte. Das Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche, Patriarch Emmanuel-Karim Delly, glaubt jedoch nicht, dass es zu einem "muslimisch-christlichen Bürgerkrieg" kommen wird. Ein Bericht von Friedrich Orter.

Ruanda: Wege der Versöhnung - Zehn Jahre nach dem Bürgerkrieg

Es war vor zehn Jahren, am 6. April 1994: Mit dem Absturz eines Flugzeugs mit dem ruandesischen Staatspräsidenten Juvenal Habyarimana an Bord begann das Morden in Ruanda. Innerhalb der folgenden hundert Tage wurden mindestens 500.000 Menschen getötet. Schätzungen sprechen sogar von bis zu einer Million Menschenleben, die der Bürgerkrieg zwischen den Volksgruppen der Tutsi und der Hutu gefordert hat. Im aktuellen "Orientierung"-Beitrag erinnert sich die 54-jährige Valerie an die Gräuel von damals: Ihr Mann und ihre Kinder wurden von Hutu-Milizen ermordet. Der Weg zurück in die Normalität war für sie, wie für Hunderttausende Menschen in Ruanda, lang und schwierig. Das "Projekt Versöhnung" steht deshalb auch im Vordergrund politischer Bemühungen. Ein Bericht von Julia Hitz in der Bearbeitung von Klaus Ther.

Einen weiteren Beitrag zum Thema gibt es mit der "kreuz&quer"-Dokumentation "Versöhnung nach dem Grauen: Zehn Jahre nach dem Völkermord in Ruanda" am Dienstag, dem 13. April, um 23.05 Uhr in ORF 2.

Komponist Friedrich Cerha: "Mein Requiem ist ein Gebet"

Zwei Jahre lang hat Friedrich Cerha, der wohl bedeutendste zeitgenössische Komponist Österreichs, an seinem Requiem gearbeitet. Ende Februar wurde das "Opus summum" (Cerha) uraufgeführt. "Orientierung" hat Cerha bei seiner Arbeit, bei den Proben und zur Premiere begleitet - und nach persönlichen Erfahrungen gefragt, die den Komponisten in seinem Schaffen geleitet haben. So wird das Bild eines auf seine Art sehr gläubigen Menschen deutlich, der über seine jüngste Arbeit sagt: "Es gibt für mich keinen Unterschied zwischen dem Requiem und einem Gebet." Ein Bericht von Robert Neumüller.

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