Prof.Ing. Helmut Mader seit zehn Jahren Präsident des Tiroler Landtages

Innsbruck (OTS) - Am 5. April kann der Präsident des Tiroler Landtages, Prof. Ing. Helmut Mader, ein Jubiläum besonderer Art feiern: An diesem Tag vor zehn Jahren wurde er vom Tiroler Landtag einstimmig zum Präsidenten unseres Landesparlamentes gewählt. Landtagspräsident Mader, der seit zwei Jahren auch ehrenamtlicher Vorsitzender des Hypo-Bank-Aufsichtsrates ist, nimmt seit dem - als gewählter Präsident bereits in der dritten Legislaturperiode - seine große Verantwortung um das Hohe Haus mit bewundernswertem souveränen und staatsmännischen Auftreten und Bewußtsein sowie mit schöpferischer Freude wahr. Prof. Maders Amtsverständnis als Landtagspräsident in Tirol hat österreichweite Beachtung gefunden, vor allem deshalb, weil er sich in seinen vielen politischen Funktionen stets für die Interessen und eine stärkere Position der Länder eingesetzt hat. Maders beeindruckende, straffe und gekonnte Führung wie Leitung der Sitzungen des Tiroler Landtages ist bei allen im Landtag vertretenen politischen Parteien nicht nur anerkannt, sondern findet meist auch uneingeschränkte Zustimmung. Immer wieder hört man die überzeugte Meinung, dass Tirol stolz sein könne, einen so entscheidungsfreudigen, couragierten und erfahrenen Präsidenten mit starkem Durchsetzungsvermögen zu haben. Dazu kommt noch, dass Präsident Mader Landesverfassung und Geschäftsordnung geradezu im kleinen Finger hat und deshalb auch stets in der Lage ist, sofort zu reagieren, was immer wieder zu großem Staunen und bei seinen gekonnten humorvollen Bemerkungen auch zu Erheiterungen bei den Abgeordneten des Hohen Hauses führt. So ist es kein Wunder, daß Mader auch als Mitglied des Österreich-Konventes seine reichen Erfahrungen auf diesem Sektor einbringen kann.
Die besonderen Schwerpunkte des Präsidenten liegen in der Gesellschaftspolitik, auf allen damit verbundenen sozialen, familien-und arbeitnehmerpolitischen Belangen und in der demokratiepolitischen Bildung.
Die Nähe zum Bürger gehörte stets zur Grundeinstellung des überzeugten Grundsatz- und Wertepolitikers in unserer Landespolitik. Auch die Südtiroler und Trentiner Abgeordneten schätzen Maders geschickte Verhandlungsführung bei den sogenannten Dreier-Landtagen. Nicht nur im Sitzungssaal des Tiroler Landtages, sondern auch im kulturellen Leben unseres Landes spielt LT-Präs. Mader eine aktive und bedeutende Rolle, so als Ehrenhauptmann der Wiltener Schützen, als Ehrenmajor des Schützenbataillons Innsbruck, als Präsident der Stadtmusikkapelle Wilten und als Ehrenmitglied der Stadtmusikkapelle Mariahilf/St. Nikolaus.
Am 5. April 1994 wurde Prof. Helmut Mader einstimmig in geheimer Wahl zum Präsidenten des Tiroler Landtages gewählt (und 1999 und 2003 vom Landtag erneut bestätigt). Nur kurze Zeit nach seinem Amtsantritt gab es schon frischen Wind sowohl in Bezug auf Eigenständigkeit wie in Richtung besserer innerer Organisation des Tiroler Landesparlamentes. Ein dichtes Kontaktprogramm zu den übrigen Nachbarländern unterstrich das neue Selbstbewusstsein des Landtages in seiner grundsätzlichen Funktion ebenso wie in seiner neuen großräumigen Aufgabenstellung. In Maders Präsidentenzeit fällt auch die größte demokratiepolitische Veränderung seit 1945 mit dem Beschluss einer neuen Landesverfassung in Verbindung mit der Neufassung des Gesetzes über Untersuchungsausschüsse sowie der Geschäftsordnung.
Mader leitete die größte Renovierungswelle seit der Erbauung des Alten Landhauses vor über 270 Jahren ein, die mit den Renovierungsarbeiten des Rokokosaales begann und ihre Fortsetzung mit der Erneuerung des Landtagssitzungssaales, der St. Georgskapelle und des barocken Treppenaufganges fand. Aber auch die Landschaftliche Pfarrkirche Mariahilf erhielt zum 350-jährigen Bestandsjubiläum im Jahre 1998 durch umfangreiche Renovierungsarbeiten einen neuen Glanz. Präsident Mader ist der am längsten (seit 1970) wirkende aktive Landespolitiker und zählt zu den erfahrensten, vielseitigsten und kreativsten politischen Repräsentanten in unserem Staate.
Der 62-jährige, gebürtige Innsbrucker, mit Gattin Edeltraud verheiratet, ist Vater von drei Söhnen und stolz auf seine sieben Enkelkinder. Der begeisterte Farbstudent und erfolgreiche AAB-Politiker absolvierte die Höhere Technische Lehranstalt. Als ausgebildeter HTL-Ingenieur für Elektrotechnik wurde er mit 19 Jahren in der Tiroler Wasserkraft-AG in Innsbruck angestellt. Sein Einsatz für die Arbeitnehmer seines Betriebes brachte ihm bald nach dem Präsenzdienst die Funktion eines Betriebsrates in der Hauptverwaltung und von 1974 bis Ende 1988 des Zentralbetriebsratsvorsitzenden. Mader erfüllte schon in der Jungen ÖVP wichtige Aufgaben. Gleich nach den Landtagswahlen von 1970 wurde er - obwohl für den Landtag gewählt - freiwillig in den Bundesrat entsandt. Er bereute dies nie und unerwartete Umstände ließen ihn wenige Tage nach seinem 30. Geburtstag schon jüngster Präsident des Bundesrates (in beiden Republiken bis heute) werden. Er war auch Stadtobmann der Jungen ÖVP und später des AAB, ehe er zum Landesobmann des Tiroler AAB gewählt wurde. Diese Funktion hatte er von 1988 bis März 2001 inne. Ab 1975 wirkte er als Innsbrucker Abgeordneter und vielseitig ausgebildeter Politiker im Tiroler Landtag. Landeshauptmann Eduard Wallnöfer schenkte ihm das Vertrauen in seiner Nachfolge als ÖVP-Klubobmann. Ein weiterer Höhepunkt seiner politischen Karriere war zweifellos 1989 die Berufung in die Tiroler Landesregierung durch Landeshauptmann Dipl.-Ing. Dr. Alois Partl und die Wahl zum 1. Landeshauptmann-Stellvertreter. Zahlreich sind seine bleibenden Initiativen aus diesem Zeitraum, die mit seinen Ressorts für Jugend, Familien, Frauen, Senioren (die letzten beiden Referate waren Neugründungen Maders), Arbeitsmarkt- und Arbeitnehmerförderung, Personal und Sport zusammenhängen.
Maders Begeisterung hat immer schon auch dem Sport gehört. Der ehemalige Leichtathlet und Fußballer war auch 16 Jahre lang Präsident des TLV und ist seit 27 Jahren Präsident seines Traditionsvereines FC Veldidena. Er ist Ehrenpräsident des ECI (Eishockey), Beirat im erfolgreichen Volleyballverein VTT und seit 40 Jahren mit dem Geschick des FC Wacker verbunden.
Gleichfalls durch sein ganzes politisches Wirken zieht sich wie ein roter Faden seine aufopfernde Tätigkeit im Bereich der politischen Bildung und zahlreich sind seine Festreden und Publikationen. Die Verleihung des Berufstitels "Professor" durch den Herrn Bundespräsidenten zeugt davon äußerlich.

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