Erstes Arbeitsgespräch in der Hofburg: Terrorbekämpfung, Naher Osten und Wirtschaftsbeziehungen

Wien (OTS) - Im Rahmen des Staatsbesuches des saudischen
Kronprinzen Abdullah bin Abdul Aziz Al Saud in Österreich fand gestern in den Räumen der Österreichischen Präsidentschaftskanzlei ein erstes Arbeitsgespräch statt. Unter der Leitung von Bundespräsident Thomas Klestil nahmen auf österreichischer Seite Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, Vizekanzler Hubert Gorbach, Wirtschaftsminister Martin Bartenstein, die Staatssekretäre Alfred Finz und Reinhard Waneck sowie der Präsident der Wirtschaftskammer Christoph Leitl an dem rund einstündigen Gedankenaustausch teil.

In seinen einführenden Worten hob der Bundespräsident die politische Bedeutung des Besuches hervor, der gerade in einer Zeit stattfindet, die von einer intensiven Suche nach Lösungen für die Konflikte im Nahen Osten, besonders aber auch für die Bedrohung durch den weltweiten Terrorismus geprägt ist. Das Staatsoberhaupt verwies besonders auf die engagierten Friedensbemühungen des Saudischen Kronprinzen für den israelisch-palästinensischen Konflikt. Der Kronprinz war unmittelbar von einem Treffen arabischer Führer aus Sharm El Sheikh nach Österreich gereist.

Die Anschläge von Riyadh sowie vor wenigen Wochen in Madrid - so der Bundespräsident - haben auf grausame Weise deutlich werden lassen, dass mehr als je zuvor Anstrengungen der Internationalen Staatengemeinschaft notwendig sind, um den Terrorismus erfolgreich zu bekämpfen. Es gelte aber nicht nur die Symptome, sondern auch die Ursachen zu erkennen und zu beheben.

In diesem Zusammenhang berichtete der Bundeskanzler über die Diskussionen und Ergebnisse des letztwöchigen Europäischen Rates in Brüssel, der sich ausführlich mit dem Problem des Terrorismus befasste. Konkret wurde unter anderem die Ernennung eines Sonderbeauftragten für die Terrorismusbekämpfung sowie die stärkere Kooperation der Sicherheitsdienste beschlossen.

Breiten Raum bei den Gesprächen nahm auch die Entwicklung der bilateralen Zusammenarbeit im Wirtschafts- und Handelsbereich mit Saudi Arabien ein, das Österreichs wichtigster Exportkunde in der gesamten arabischen Welt ist. Infrastrukturprojekte, insbesondere Eisenbahn- und Flughafenbauten, könnten der österreichischen Exportwirtschaft weitere Geschäftsmöglichkeiten eröffnen. Abschlussreife Großprojekte sollten mittelfristig das hohe Exportvolumen noch steigern. Im Rahmen des Besuches finden diesbezügliche Kontakte der interessierten österreichischen Firmen mit den saudischen Ministern statt.

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