Gesundheitswarnung

Wien (OTS) - Das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen gibt bekannt, dass in Oberösterreich drei Fälle von Legionärskrankheit aufgetreten sind. Bei der Legionärskrankheit (Legionellose) handelt es sich um eine bakterielle Lungenentzündung, die auf übliche Antibiotikadosierungen meist nicht anspricht.

Legionellen sind nicht von Mensch zu Mensch übertragbar. Warmwasser aus kontaminierten Anlagen spielt als Infektionsquelle oft eine Rolle. Nach derzeitigem Wissensstand sind alle drei Patienten (Männer zwischen 42 und 64 Jahren) auf der Welser Energiesparmesse im Bereich der Whirlpool-Ausstellung gewesen. Da diese Ausstellung mit 7.3.2004 beendet wurde und die Zeitspanne zwischen Infektion und ersten Erkrankungszeichen maximal 10 Tage beträgt, ist mit dem Auftreten weiterer Erkrankungsfälle voraussichtlich nicht zu rechnen.

Auf Veranlassung der zuständigen Gesundheitsbehörden werden derzeit Wasserproben aus den Whirlpools der Ausstellung gezogen und auf Legionellen-Bakterien, die Erreger der Legionärskrankheit, untersucht. Die Legionärskrankheit tritt sehr selten auf. In Österreich wurden im Jahr 2003 insgesamt 51 Erkrankungen dokumentiert. Trotz der Seltenheit dieser Infektionskrankheit sollten Ärztinnen und Ärzte bei Fällen von Lungenentzündung, die auf übliche Therapien nicht ansprechen, an die Möglichkeit einer Legionelleninfektion denken. Zur Abklärung unklarer Diagnosen steht das nationale Legionellen-Referenzlabor der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) zur Verfügung.

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