VP-Klucsarits: Stadt Wien muss verstärkt auf Artenschutz achten

Immer mehr Tier- und Pflanzenarten verschwinden aus Wien

Wien (VP-Klub) Die Erstellung einer Roten Liste der "Gefährdeten Tierarten Wiens", wie sie andere Bundesländer auch hätten, forderte heute ÖVP-Wien Umweltsprecher LAbg. Rudolf Klucsarits im Rahmen einer Pressekonferenz, bei der er auf den anhaltenden Verlust verschiedener Tier- und Pflanzenarten in Wien hinwies. Bei den Pflanzen registriere man 170 verschwundene Arten, in der Tierwelt wären es etwa 30, die in den letzten Jahrzehnten ihre Lebensräume in Wien aufgegeben haben. Vor allen viele Vogelarten seien aus Wien für immer verschwunden.

Usutu-Virus gefährdet Wiens Amselpopulation

In diesem Zusammenhang kritisierte Klucsarits die Untätigkeit der SP-Stadtregierung in Sachen Amselsterben, das in den letzten Jahren diese Artenpopulation in Wien drastisch reduziert hat. Das sei umso bedenklicher als diese Vogelkrankheit außer im afrikanischen Ursprungsland nur noch in der Region Wien auftritt. Daher wäre es auch eine internationale Verantwortung eine Ausbreitung zu verhindern. Er fordere von der SP-Stadtregierung, die Erforschung der Ursachen des Amselsterben massiv zu unterstützen und Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Nationalpark Donauauen als Chance zum Wiederaufbau von Wiens Tiervielfalt

Eine große Chance das Artensterben in Wien zu stoppen, sieht Klucsarits im Nationalpark Donauauen. Von hier sollten verstärkt Rücksiedelungsprogramme für ausgestorbene Tierarten ausgehen. Auch die Funktion von Grünhöfen bezeichnete der VP-Abgeordnete als entscheidend. Diese Restgrünräume in den Innenhöfen dichtverbauter Stadtgebiete hätten eine wichtige ökologische Trittsteinfunktion für Vögel und Insekten.

Ebenso wichtig zum Erhalt der Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren sei die Realisierung des 1000-ha-Programmes, das den Grüngürtel rund um Wien erhalten und als Rückzugsgebiet für selten gewordene Tierarten dienen sollte. Besonders positiv hob Klucsarits hervor, dass die Wiener Bauern in einem eigens dafür entwickelten Programm landwirtschaftliche Reststreifen geschaffen haben, die ebenfalls als wichtiger Lebensraum für die Tiere dienen.

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