Nahrungsmittel-Versandhandel wehrt sich gegen Vorwürfe und Verbote

Bundesgremium: "Vertriebsform des Versandhandels darf nicht diskriminiert werden" - Stellungnahme zu gestriger AK-Aussendung

Wien (PWK 216) - Um die geplante Aufhebung des Verbotes des Versandhandels von Verzehrprodukten ist eine Kontroverse entstanden. Während die Aufhebung des Versandhandelsverbotes für Nahrungsergänzungsmittel nach Ansicht der AK "weniger Schutz für Konsumenten" bedeuten würde, sieht das Bundesgremium des Versandhandels in der Wirtschaftskammer Österreich die Rechte der Konsumenten voll gewahrt. "Selbstverständlich dürfen, wie bei anderen Produkten auch, nur legale und vertrauenswürdige Anbieter als Versender auf dem Markt tätig sein. Irreführende oder falsche Angaben sind sowohl im stationären als auch in Versandhandel unzulässig", betont Bundesgremialobmann Klaus-Jürgen Michel.

Ein anhaltendes Verbot des Versandhandels von Verzehrprodukten würde in ungerechtfertigter Weise eine bestimmte Vertriebsform benachteiligen. Dies habe, so Michel, der Europäische Gerichtshof richtigerweise seiner Entscheidung zugrunde gelegt, in der er sich jüngst gegen ein prinzipielles Versandhandelsverbot ausgesprochen hat. "Derzeit benachteiligt dieses Verbot, das außer in Österreich nur in wenigen europäischen Ländern besteht, die heimischen Unternehmen gegenüber ihren ausländischen Mitbewerbern, die unmittelbar nach Österreich versenden können", begründet Michel die Bemühungen, die österreichische Gewerbeordnung an die europäische Rechtslage anzupassen.

Auch im Versandhandel gibt es eine Beratungsmöglichkeit. Der Konsument kann mit dem Anbieter über das Telefon oder das Internet in Verbindung treten, zerstreut Obmann Michel entsprechende Befürchungen der AK. Weiters gibt es nach dem Konsumentenschutzgesetz, entsprechend der Europäischen Fernabsatzrichtlinie, ein Rückgaberecht. "Sollte der österreichische Konsument ein Problem mit einem Produkt haben, ist es für ihn überdies weit leichter, seine Gewährleistungsansprüche, sein Rückgaberecht oder eine ebentuelle Irrtumsanfechtung gegenüber einem österreichischen Händler geltend zu machen, als gegenüber einem ausländischen Versender", heißt es abschließend in der Stellungnahme des Bundesgremiums. (hp)

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