Mainoni: Architekturenquete: Selbstbestimmtes Leben bedeutet auch selbstbestimmtes Wohnen

Bekenntnis zum radikalen Schutz von Landschaft und historischer Architektur

Wien, 2004-03-30 (fpd) - Architektur sei eine klassische Querschnittsmaterie, erklärte der freiheitliche Kultursprecher Abg. Mag. Eduard Mainoni in seiner Rede während der heutigen parlamentarischen Enquete "Architekturpolitik und Baukultur in Österreich". Gleichzeitig merkte Mainoni an, daß ein Dialog nicht einseitig von der Architektur zur Politik hin geführt werden dürfe, sondern auch von der Politik hin zur Architektur. ****

Mainoni legte ein Bekenntnis zum radikalen Schutz von Landschaft und historischer Architektur ab, der deshalb notwendig sei, weil auch die Gewinnmaximierung oft radikale Züge trage und Landschaft und historische Architektur unwiederbringlich seien. Architektur sei der kulturelle Ausdruck eines Landes, den man nicht durch Leichtfertigkeit und Profitgier zerstören lassen dürfe. Die historische Substanz stelle einen Wert dar und sei auch bedeutend für den Respekt vor den Leistungen früherer Epochen.

In weiterer Folge befaßte sich Mainoni mit dem sozialen Wohnbau und warnte vor toten Städten und Vororten, die nur mehr Ghettos seien. Hier gebe es nur mehr Menschenhaltung statt menschengerechtem Wohnen. Gerade hier müßten Architektur und Politik eng zusammenarbeiten. Man solle sich der Frage stellen, wo Wohnqualität entstehen könne, wobei man auch auf die Grundstückspolitik Einfluß nehmen müsse. Ein eigenverantwortliches selbstbestimmtes Leben bedeute auch eigenverantwortliches selbstbestimmtes Wohnen. (Schluß)

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