FELZMANN: ARCHITEKTUR ALS MOTOR DER KREATIVWIRTSCHAFT

ÖVP-Abgeordnete bei der parlamentarischen Architekturenquete

Wien, 30. März 2004 (ÖVP-PK) Herausragende Architektur ist das Markenzeichen einer Region, eines Landes, einer Stadt. Baukulturelle Erbstücke wie Schönbrunn, Hallstatt, Salzburg oder Graz sind unverzichtbar und ein enormer Wirtschaftsfaktor. Kühne neue Entwürfe locken Tag für Tag Besucher, Investoren und Fachleute gleichermaßen an, wie das Guggenheim-Museum in Bilbao, die Oper in Sydney, aber auch Beispiele aus der Vorarlberger Architektur zeigen. Und genau hier liegen auch die Chancen für einen "Kreativstandort" wie Österreich. Das stellte heute, Dienstag, ÖVP-Abg. Carina Felzmann, Sprecherin der arge creativ wirtschaft austria in der Wirtschaftskammer Österreich anlässlich der parlamentarischen Enquete über Architektur und Baukultur in Österreich fest. ****

"Die Architektur als Zeichen für die Modernität, Kreativität und Innovationskraft eines Landes könne sich noch intensiver in vielen Bereichen artikulieren, wie beispielsweise bei öffentlichen Gebäuden, in der Wirtschaftsarchitektur, im Tourismus für Hotels und Freizeiteinrichtungen, in der Infrastruktur bei Flughäfen und Bahnhöfen oder im Wohnbau", bekräftige Felzmann in ihrer Wortmeldung.

Die Architektur stehe vor umwälzenden Herausforderungen, verwies
Felzmann weiters unter anderem auf demografische Veränderungen und geänderte Mobilitätsbedürfnisse und -entwicklungen. Um Österreich national und international als Kreativstandort etablieren zu können, sei daher unter anderem eine österreichweite Bewusstseinsbildung über die Bedeutung der Architektur sowie eine verstärkte Implementierung der Architekturleistungen sowohl im öffentlichen Raum als auch im betrieblichen und privaten Bereich unter Wahrung angemessener Qualitätsstandards sowie mehr Transparenz über die Leistungen von Architekten notwendig.

Als Ideen zur Umsetzung regte Felzmann in diesem Zusammenhang eine
Informationsoffensive der Architekten für die zuständigen öffentlichen Behörden, die Promotion von Architekten-Datenbanken, die Weiterentwicklung heimischer Architekturzentren, eine intensive Kooperation mit universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie Informationsgespräche zwischen Architekten, Gewerbe, Tourismus und der Politik an. Die arge creativ wirtschaft austria verstehe sich als Netzwerkplattform. Felzmann hob besonders die Bedeutung der Vernetzung von bereits bestehenden Institutionen, Kammern, Interessensvertretungen hervor, da nur eine gemeinsame Vorgehensweise ein Weg zur Umsetzung einer nationalen Strategie für diesen Bereich sei.

Die ÖVP-Abgeordnete hob weiters die wichtige wirtschaftliche Rolle der Architektur hervor: "Architekturbüros sind die wichtigste Branche hinsichtlich Anzahl der Unternehmen und zweitwichtigste hinsichtlich Anzahl der Beschäftigten in der Kreativwirtschaft: Laut dem Ersten Österreichischen Kreativitätswirtschaftsbericht erwirtschafteten knapp 3.000 Unternehmen mit über 11.500 Beschäftigten im Jahr 2000 Erlöse und Erträge von über 1,2 Milliarden Euro." Architektur sei eine "Visitenkarte" eines Landes und habe weitreichende indirekte wirtschaftliche Auswirkungen, z.B. auf den Tourismus, gehöre aber auch zu den sogenannten "weichen" Standortfaktoren, die im Wettbewerb der Wirtschaftsstandorte eine immer wichtigere Rolle spielen. "Architektur ist Impulsgeber hinsichtlich der Forschung und Entwicklung neuer Bau- und Werkstoffe, neuer Fertigungs-, Montage-und Verbindungstechnologien sowie neuer Energiekonzepte", schloss Felzmann.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel. 01/40110/4432
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0006