Gehrer: Fachhochschulen bieten beste Ausbildung und beste Chancen am Arbeitsmarkt

Zukunftsmodell Fachhochschule wird weiter ausgebaut: 33.000 Studierende bis 2010

Wien (OTS) - "Mit dem Fachhochschul-Studiengesetz 1993 wurde der Grundstein für eine hochschulpolitische Erfolgsgeschichte gelegt. Ab dem Studienjahr 1999/2000 erfolgte ein besonders starker Ausbau des Fachhochschulsektors. Gab es vor vier Jahren 10.450 Studienplätze in 56 Studiengängen, davon etwas mehr als 3.000 Anfänger-Studienplätze, so gibt es im laufenden Studienjahr 2003/04 bereits mehr als 22.000 Studienplätze, davon mehr als 7.000 Anfänger-Studienplätze, in 136 Studiengängen", erklärte heute Bildungsministerin Elisabeth Gehrer.

Die österreichischen Fachhochschulen bieten beste praxisorientierte Ausbildung. 10.155 Personen haben bisher ein Studium an einer Fachhochschule abgeschlossen und verfügen damit über exzellente Chancen am Arbeitsmarkt. "Fast 90% aller Absolventinnen und Absolventen finden innerhalb kürzester Zeit eine passende Beschäftigung, mehr als die Hälfte muss nicht einmal auf Jobsuche gehen, da sie bereits vor dem Abschluss ihren Job in der Tasche haben. Jeder Vierte findet seinen Job über das im Rahmen des Studiums zu absolvierende Berufspraktikum", sieht Gehrer die Qualität der Ausbildung durch die Ergebnisse der letzten Absolventenstudie bestätigt.

Auf dem Weg zur Wissensgesellschaft sind die Absolventinnen und Absolventen der Fachhochschulen ein wichtiges Element, so Gehrer weiter. Daher plant die Bundesregierung einen bedarfsgerechten und zielorientierten Ausbau der Studienplätze bis 2010. Um die Ausbauzahl von 33.000 Studienplätzen zu erreichen, sollen jährlich zusätzlich 300 neue Studienplätze für Anfänger genehmigt werden. Die dafür notwendigen Mittel werden von der Bundesregierung zur Verfügung gestellt. Bis zum Vollausbau 2010 wird die Bundesförderung für den FH-Sektor auf über 200 Mio. € jährlich ansteigen.
"Im Mittelpunkt der Entwicklung der Fachhochschulen bis 2010 steht eine qualitative Weiterentwicklung", so Gehrer weiter. Die wesentlichen Schwerpunkte des FH-Entwicklungs- und Finanzierungsplans III, die vor Beginn der Begutachtung heute im Ministerrat präsentiert wurden, sind:

  • Schwerpunkt Technik - Naturwissenschaften,
  • nachhaltiger Aufbau von angewandter Forschung und Entwicklung,
  • Internationalisierung und Europäischer Hochschulraum,
  • Steigerung der überregionalen Attraktivität,
  • Steigerung des Frauenanteils,
  • berufsbegleitende Bildungsangebote an Fachhochschulen und
  • Erhöhung der Durchlässigkeit des Bildungssystems.

Der Entwurf des FH-Entwicklungs- und Finanzierungsplans III wird in den kommenden Tagen an den Fachhochschulrat, die Fachhochschulkonferenz, die Bundesländer, die Industriellenvereinigung, die Wirtschaftskammer. die Arbeiter-kammer sowie an alle Parlamentsparteien zur Stellungnahme übermittelt. Bis Ende April haben diese die Möglichkeit zur Rückmeldung und zu Gesprächen mit den Verantwortlichen im Bildungsministerium. Danach wird der FH-Entwicklungs- und Finanzierungsplans III im Ministerrat beschlossen und tritt nach Ablauf des FH-Entwicklungs- und Finanzierungsplans II mit 1. Oktober 2005 in Kraft.

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