Forschungsprojekte für Creative Industries

Wien (OTS) - Der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds vergibt einen Drei-Millionen-Euro-Fördertopf an insgesamt zehn Gewinner des Calls "SciENCE for creative industries". Bürgermeister Dr. Michael Häupl, zugleich Präsident des WWTF und DDr. Bernhard Görg, Vizepräsident des WWTF stellten am Dienstag im Pressegespräch des Bürgermeisters das Projekt und die gestern gekürten Siegerprojekte vor. Häupl und Görg betonten, in der Verknüpfung von Kultur, Kreativität und Technologie liege eine große Chance Wiens als Standort. Generell, so der Bürgermeister, biete Wien eine breite Palette an Unterstützungen für die Creative Industries, von Forschungs-, über Unternehmens- bis hin zu Infrastrukturförderungen, etwa im Rahmen der neugegründeten Gesellschaft "departure". Es gehe darum, in Wien gute Rahmenbedingungen für innovative und zukunftsfähige Unternehmen und das Realisieren kreativer Potentiale zu schaffen, die vom WWTF geförderten Forschungsprojekte seien dabei ein wichtiger Mosaikstein.****

DDr. Görg meinte, es gehe hier um "das goldene Wiener Hirn", das entsprechend zu fördern sei, um den Wissens- und Wirtschaftsstandort zu stärken. WWTF-Geschäftsführer Dr. Michael Stampfer betonte, es sei das Ziel gewesen, wenige sehr gute Projekte entsprechend hoch zu fördern und damit die entsprechende Forschungsarbeit auf zwei bis drei Jahre abzusichern.

Die 50 eingereichten Projekte verdeutlichen das große Potenzial an exzellenten Ideen und WissenschaftlerInnen in der Stadt. Aus den 44 Anträgen, die die Formalprüfung positiv bestanden, entschied sich eine internationale und interdisziplinär besetzte Jury unter dem Vorsitz von Prof. Haim Harari (ehem. Präsident des Weizmann-Instituts, Israel) für zehn Projekte.

Diese wissenschaftlichen Projekte umfassen Forschungsvorhaben zum Bereich Visualisierungen - so einen von Bürgermeister Dr. Michael Häupl als "lustbetonte Wissensvermittlung" besonders präferierten virtuellen Spaziergang über den Josefsplatz - ebenso wie zu den Feldern Mode und Musik, sozioökonomische Arbeiten oder den Einsatz von Methoden der künstlichen Intelligenz, um nur einige zu nennen.

Neben den übergeordneten Kriterien des WWTF, wie die Projektidee und die mittelfristige Verwertungsperspektive, war die Interdisziplinarität der Projekte ein wesentliches Kriterium des SciENCE for creative industries-Calls. Mithilfe der Zusammenarbeit unterschiedlicher, aber komplementärer Forschergruppen sollen Forschungsfelder verschränkt und neue Wege beschritten werden.

Die Bezugnahme des WWTF-Calls auf die Kreativwirtschaft unterstützt ein wichtiges Segment der Wiener Wirtschaft: Schon heute arbeiten 14 Prozent (gut 100 000) aller Wiener Beschäftigten im Bereich der Creative Industries (lt. kürzlich präsentierter WIFO-Studie). Der WWTF als Wissenschaftsförderer leistet mit dem Call einen wichtigen Beitrag, dass diese Branchen auch in einem starken Forschungsumfeld agieren können.

WWTF vergibt erste Stiftungsprofessur: Bioinformatik

Mit diesem neuen Programm verfolgt der WWTF das Ziel zusätzliche Forschergruppen nach Wien zu holen und hier zu etablieren. Dabei geht es um Themenfelder, wo nachweislich Expertise fehlt. Die Bioinformatik-Professur, so Bürgermeister Häupl, wird ein wichtiger Faktor des Bereichs Life Sciences sein.

Die Gesamtfördersumme wird für die vier- bis fünfjährige Laufzeit 1,5 Millionen Euro betragen. Von den Antragstellern werden zusätzliche Eigenleistungen von mindestens 20 Prozent (der Fördersumme) erwartet. Die Entscheidung durch eine internationale Jury fällt Ende des Jahres.

Der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) ist eine privat-gemeinnützig organisierte Förderungseinrichtung für Wissenschaft und Forschung in Wien. Der Fonds, der von der "Privatstiftung zur Verwaltung von Anteilsrechten" unter wesentlicher Initiative von Bürgermeister Dr. Michael Häupl und dem damaligen Vizebürgermeister DDr. Bernhard Görg gegründet wurde, verfügt über ein Jahresbudget von durchschnittlich 7 Mio. Euro. Das Entscheidungsgremium des WWTF ist ein sechsköpfiger Vorstand. Zur Beratung wurde ein Kuratorium mit starker wissenschaftlicher Besetzung und VertreterInnen wichtiger gesellschaftlicher Gruppen geschaffen. Die operative Geschäftsstelle wird von Dr. Michael Stampfer geleitet. (Schluss) gab

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