Österreicher haben sich mit Fremdwährungskrediten 8,5 Milliarden Euro erspart!

Vorausmeldung zu Gewinn 4/04

Wien (OTS) - Österreich ist bei Fremdwährungskrediten absoluter "Marktführer" in Europa, sehr wahrscheinlich also, dass die im Vergleich zu Deutschland sehr stabile österreichische Wirtschaft auch darauf zurückzuführen ist. Von 1999 bis 2003 haben sich die Österreicher unfassbare 8,5 Milliarden Euro damit erspart, berichtet der GEWINN. Mehr als tausend Euro pro Österreicher - dreimal mehr, als die Steuerreform 2004/2005 bringen soll.

Das ist nicht nur eine schöne Zahl für jeden Kreditnehmer, sondern auch für die österreichische Volkswirtschaft. Die Zinsenersparnis macht rechnerisch 0,9 Prozent der heimischen Wirtschaftsleistung (BIP - etwa 200 Milliarden Euro in den letzten Jahren) aus. Die Österreicher konnten jährlich also 1,8 Milliarden Euro mehr konsumieren und investieren, wobei der Hebeleffekt von Krediten auf die Volkswirtschaft bekanntlich noch höher ist, da diese Ausgaben ja wieder andere Ausgaben folgen lassen.

Wobei die Ausleihungen in der Schweizer Währung, dem Franken, heute auf einem Rekordniveau sind. Kredite im Gegenwert von mehr als 35 Milliarden Euro sind derzeit ausständig - Tendenz: weiter steigend.

Ein - sehr unwahrscheinlicher - Höhenflug des Schweizer Franken oder der Franken-Zinsen wären also derzeit Gift für die österreichische Wirtschaft.

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