Aufstand der Anständigen - gegen Rechtspopulismus der "Ewiggestrigen"

Eröffnung der VÖGB-Chaimowicz-Ausstellung durch Wilhelm Haberzettl und Avshalom Hodik

Wien (ÖGB/VÖGB) - "Den Ewiggestrigen hab ich eine Watschen versetzt", habe Georg Chaimowicz über seine Zeichnungen gesagt. Mit diesen Worten erinnerte Avshalom Hodik, der Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinde, am Montag im Rahmen einer Vernissage an Georg Chaimowicz. Der VÖGB (Verband Österreichischer Gewerkschaftlicher Bildung) widmet dem im Juni 2003 verstorbenen Künstler Georg Chaimowicz derzeit eine Ausstellung im ÖGB-Seminarzentrum Strudlhof. Wilhelm Haberzettl, Vorsitzender der Gewerkschaft der Eisenbahner: "Georg Chaimowicz war ein unerbittlicher Mahner wenn er glaubte, wir seien zu wenig wachsam gegen die rechten Populisten, gegen die Ausländerfeinde."++++

Die unter dem Titel "Aufstand der Anständigen" ausgestellte Serie von Zeichnungen entstand zwischen den Wahlen und der Regierungsbildung in Österreich 1999/2000 und war in den vergangenen Jahren in Deutschland und Frankreich zu sehen. Sabine Letz, Geschäftsführerin des VÖGB: "Chaimowicz hat sich sein Leben lang mit künstlerischen Mitteln gegen Intoleranz, rechte Gewalt und Antisemitismus gewandt." Er habe die Dinge beim Namen genannt und polarisiert, er sei von vielen als zu radikal kritisiert worden.

"Wenn radikal sein heißt, aufzustehen, wenn radikal sein heißt, Zivilcourage zu zeigen, wenn radikal sein heißt, für seine Meinung einzutreten, dann wünsche ich mir, dass es mehr Radikale gibt in diesem Land", sagte Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich in seiner Rede.

"Diese Bilder sind das Vermächtnis unseres Freundes Georg Chaimowicz. Sie erinnern auch daran, dass jene, die uns aus dem eigenen Erleben der Nazi-Greuel, der Verfolgung und des Exils die Augen öffnen konnten, immer weniger werden. Bleiben wir deshalb wachsam gegenüber den Gefahren des Rechtspopulismus und der Neoliberalen und erlahmen wir nicht in dieser Auseinandersetzung", so Haberzettl abschließend.

Die Ausstellung Georg Chaimowicz Aufstand der Anständigen - Quo Vadis Austria ist bis Juni 2004 im ÖGB-Seminarzentrum Strudlhof, Strudlhofgasse 10,1090 Wien zu sehen. Öffnungszeiten: Montag und Donnerstag 8 bis 20 Uhr,
Freitag, Samstag, Sonntag nach Vereinbarung

ÖGB, 30. März
2004
Nr. 212

Rückfragen & Kontakt:

ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Barbara Mader-Marion
Tel. (++43-1) 534 44/357 DW
Fax.: (++43-1) 533 52 93
http://www.oegb.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0001