Heiraten 2004: Die Schmetterlingshochzeit

Wien (OTS) - Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten in Wien zu heiraten. Im Standesamt, in der Straßenbahn oder auch im Schmetterlinghaus. All jene die ihren "schönsten" Tag zum tropischen Erlebnis machen wollen, sind dort genau richtig.

Um in den Tropen zu heiraten, muss man sich nicht unbedingt auf eine lange Reise machen. Das Wiener Schmetterlinghaus bietet die idealen Vorraussetzungen: Es befindet sich im Wiener Burggarten gleich hinter der Hofburg. Das Ambiente ist exotisch. Wasserfälle plätschern, seltene Pflanzen sorgen für sattes Grün und tropische Schmetterlinge flattern durch das Jugendstilglashaus.

Von April bis Oktober kann wochentags ab 17.30 Uhr und November bis März ab 16.30 geheiratet werden. Bis 50 Gäste finden im Glashaus angenehm Platz. Zwei Stunden dauert die gesamte Zeremonie etwa. Auch Essen, Trinken und Rauchen ist in der Halle des Burgarten erlaubt. Im Schmetterlingsbereich letzteres hingegen nicht, da dadurch das an sich schon kurze Leben der bunten "Flatteranten" weiter verkürzt würde. Das angebotene Basispaket schlägt sich mit 1190 Euro zu Buche. Wer auf "Zusatzleistungen" wie Musik oder Lesungen wert legt, dem kostet jede weitere Stunde 200 Euro.

Seit 1998 befindet sich das Schmetterlinghaus im Palmenhaus des Burggartens. Das Gebäude ist 280 Quadratmeter groß und bietet Hunderten von freifliegenden Schmetterlingen Platz. 400 Schmetterlinge und 150 verschiedene Arten sind ständig zu sehen. Einer der Beeindruckendsten ist sicherlich der Atlasfalter. Er erreicht eine Flügelspannweite von über 30 Zentimeter. Die fliegenden Exoten führen ein natürliches Leben inmitten einer naturnahen Umgebung. Im Gebäude herrscht eine Temperatur von 26 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von über 80 Prozent. Diese wird aber kurz vor der Trauung gesenkt, um ein "menschliches" Klima zu schaffen.

Die "echte" Schmetterlingshochzeit

Manchmal ist sogar eine "echte" Schmetterlingshochzeit zu sehen. Das Faltermännchen kann mit Hilfe seiner Fühler die weiblichen Pheromone kilometerweit riechen. Hat er sie entdeckt, klammert er sich an das Weibchen und besamt es. Dieses sucht dann eine geeignete Pflanze für die Eiablage. Nur 5 Prozent der 60 bis 150 gelegten Eier überleben. Die Raupen schlüpfen nach 14 Tagen und fressen, und fressen, und fressen.....bis sie sich in eine Puppe verwandeln. Nach dem Puppenstadium schlüpft dann der voll ausgewachsene Schmetterling. Der Kreislauf der Natur beginnt von Neuem.

o Info. Wiener Standesämter: http://www.wien.gv.at/ma61/sta.htm o Info: Schmetterlinghaus Tel.: 01/533 85 70 http://www.schmetterlinghaus.at/ rk-Fotoservice: http://www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) red

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