"Gemeinsam Pläne schmieden, gemeinsam feiern": Frauen für Heinz Fischer

Dohnal, Lischka, Coudenhove-Kalergi unterstützen Fischer

Wien (SK) "Wir dürfen uns nicht mit dicken Packen von Bundesgesetzen begnügen, sondern müssen Gedanken, wie wir die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau voranbringen, auch einmahnen", brachte Präsidentschaftskandidat Heinz Fischer am Montag bei einem Gespräch mit SPÖ-Frauensprecherin Barbara Prammer und der Künstlerin Sandra Kreisler sein Amtsverständnis auf den Punkt. Moderiert wurde die Veranstaltung, die unter dem Motto "Gemeinsam Pläne schmieden, gemeinsam feiern" stand, von der Kulturjournalistin Andrea Schurian. Es sprachen außerdem die Spitzensportlerin Vera Lischka, Ex-Frauenministerin Johanna Dohnal und die Journalistin Barbara Coudenhove-Kalergi, die alle Fischers Präsidentschaftskandidatur unterstützen. Zu den zahlreichen Gästen zählte auch die Labour-Abgeordnete im englischen Parlament Meg Munn. Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung sorgte Heinz Fischer als "DJ Heifi" für Stimmung.****

Als eine wesentliche Aufgabe des Bundespräsidenten sieht Heinz Fischer, an der Spitze des Staates Signale und Zeichen zu setzen, sich zu artikulieren und kontinuierlich zu Grundsatzfragen wie Frieden und Gleichberechtigung Stellung zu beziehen. Fischer erinnerte an viele Wegbegleiterinnen wie Hertha Firnberg, Gabriele Proft und Rosa Jochmann. Gemeinsam habe man in den 70er Jahren die "Ärmel hochgekrempelt", das veraltete Strafrecht reformiert, sei zur Fristenlösung fortgeschritten, von deren Richtigkeit er, Fischer, zu "120 Prozent" überzeugt war und habe dann das Familienrecht reformiert.

Seit 2000 sieht Fischer die akute Gefahr, die auch Realität wurde, dass das Pendel in der Politik wieder zurückschwinge. Fischer ortet nach wie vor nicht eingelöste Forderungen der Frauen nach Gleichstellung und Gleichberechtigung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, gleichen Lohn für gleiche Arbeit und Kinderbetreuungseinrichtungen, die nur aus ideologischen oder parteipolitischen Gründen nicht ausgebaut werden. Er verwies auch auf die Frage von geschlechtlicher Diskriminierung: "Das müssen wir mit vereinten Kräften verhindern, ich bin gerne bemüht, mitzuhelfen". Fischer setzt sich gemeinsam mit Prammer für die gesetzliche Festlegung auf das so genannte Reißverschlussprinzip (alternierend ein Mann, eine Frau auf den Listen) bei Wahlen ein.

"Wir stellen fest, dass es mit der Chancengleichheit zwischen Frau und Mann zurückgeht", kritisierte Prammer. Frauen bräuchten wieder viel mehr Selbstbewusstsein, um das halten zu können, was sie in den letzten dreißig Jahren erreicht haben. Prammer konstatierte diesen Rückschritt in der Frauenpolitik seit 2000. Die jetzige Frauenministerin habe mit Frauenpolitik gar nichts am Hut, empörte sich Prammer. "Ich erwarte mir von Heinz Fischer, dass er nicht zuschauen wird, wenn Frauen keine Stimme haben."

"Nur mehr ewig Gestrige wollen Frauen bestrafen", so Prammer zur verstärkten Formierung der Gegner der Fristenlösung. Prammer forderte, den Schwangerschaftsabbruch aus dem Strafgesetzbuch herauszunehmen und setzte sich für die Schaffung von Kliniken in allen Bundesländern ein. Prammer kritisierte außerdem die mangelnden Mitbestimmungsmöglichkeiten von Frauen in der Politik. Diese seien noch lange nicht zufriedenstellend, es sei nach wie vor schwierig für Frauen, in der Politik Fuß zu fassen.

Dohnal, Lischka und Coudenhove-Kalergi unterstützen Heinz Fischer

"Frau sein allein ist kein Programm, das habe ich schon immer gesagt und dieser Satz sagt auch schon alles", betonte Dohnal. Frauen, die Nutznießerinnen der SPÖ-Politik waren, seien nun zu "Täterinnen" gegen Frauen geworden und verhindern, dass sich Frauen eine eigene Existenz sichern können, kritisierte Dohnal. Benita Ferrero-Waldner habe Maßnahmen der Bundesregierung gegen die Frauen mitgetragen und nicht einmal ihre Stimme dagegen erhoben. Dohnal kritisierte außerdem Ferrero-Waldners Rolle rund um die Volxtheater-Gruppe in Genua. "Ich möchte, dass Heinz Fischer Bundespräsident wird, damit wir bei der Frage Krieg oder Frieden nicht in der Mitte stehen, sondern eindeutig auf der Seite des Friedens", unterstrich Dohnal.

"Ich unterstütze Heinz Fischer gerne und aus vollem Herzen, weil wir endlich jemand in der Hofburg brauchen, für den man sich nicht genieren muß", so Coudenhove-Kalergi. "Heinz Fischer überlegt, was er sagt, es ist nicht eingelernt und er weiß, wovon er redet, deswegen hoffe ich sehr, dass er gewinnen wird", betonte Coudenhove-Kalergi. "Mir macht es Spaß, bei der Wahltournee mitzukämpfen und zu sehen, wie Heinz Fischer auf die Menschen zugeht", sagte auch Vera Lischka. (Schluss) sk

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