SPÖ-Hundstorfer: Gesundheitsbereich nicht skandalisieren, sondern bestehende Probleme gemeinsam lösen

Wien (SPW-K) - "Wir brauchen im Gesundheitsbereich eine glaubwürdige, konstruktive Diskussion. Alles nur zu skandalisieren, wie dies von der im Zusammenhang mit Unregelmäßigkeiten in einem Pavillons des Geriatriezentrums Am Wienerwald seitens der Opposition versucht wird, ist der Sache nicht dienlich. Ich lade alle Mitglieder des Wiener Gemeinderates ein, tatsächlich bestehende Probleme gemeinsam zu lösen und zum Beispiel auf diesem Weg auch die benötigten neuen MitarbeiterInnen für den so schwierigen Pflegebereich zu finden". Diesen Appell stellte Freitag SPÖ-Gemeinderat Rudolf Hundstorfer in den Mittelpunkt seines Debattenbeitrages im Rahmen der Diskussion über die Kontrollamtsberichte zu der Altenpflege in Einrichtungen der Stadt Wien.

Hundstorfer betonte, dass es - entgegen den Behauptungen der Opposition - in den letzten Jahren im Geriatriebereich sehr wohl Maßnahmen zur Verbesserung der Situation gegeben habe. Er wies u.a. auf die Einrichtung eines Frühwarnsystems im Zusammenhang mit den in einigen Pflegebereichen hohen Krankenstandszahlen von MitarbeiterInnen hin wie er ebenso die Reduzierung der Bettenzahl im GZW Wienerwald um ein Drittel und die Modernisierung von Pavillons anführte. Hundstorfer: "Tatsache ist nämlich auch, dass einige dieser neu gestalteten Pavillons in Lainz international ausgezeichnet worden sind".

Der Mandatar erläuterte zudem, dass Wien das einzige Bundesland sei, das in den vergangenen zwölf Jahren die Ausbildungsplätze im Pflegebereich erhöht habe, während in allen anderen Bundesländern diese mehr oder wenig deutlich reduziert worden seien. Er forderte die ÖVP- und FPÖ-GemeinderätInnen auf, an ihre Parteifreunde in der Bundesregierung zu appellieren, diese Pflegeschulabbauprogramme hintanzuhalten und dafür zu sorgen, dass diese Vorgangsweise nicht mehr länger auf dem Rücken Wiens stattfinde. Nicht zuletzt erinnerte er daran, dass in den Förderpflegeheimen der Stadt schwerstbehinderte Menschen mit großer Hingabe betreut werden. Hundstorfer: "Man kann das die Themen Gesundheit und Pflege nicht nur aus einem Blickwinkel, sondern muss sie in ihrer Gesamtheit betrachten".

Abschließend richtete er an die grüne Mandatarin Pilz im Zusammenhang mit dem Ableben einer Patientin im Zuge einer Dialyse die Aufforderung, nicht zu versuchen, aus einem bedauerlichen Todesfall eines Menschen politisches Kapital zu schlagen. Er warf der Abgeordneten zudem vor, auch in diesem Fall etwas zu skandalisieren, das gar nicht so, wie von ihr behauptet, stattgefunden habe und wies dies an Hand einer zeitlichen Auflistung der Vorgänge in dieser Causa nahezu minutiös nach. "Überlassen sie die Untersuchung des Todesfalles jenen, deren Arbeit dies ist", meinte Hundstorfer an die grüne Mandatarin gerichtet. (Schluss)

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