• 26.03.2004, 14:29:06
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Wiener Pflege-Offensive 2010 wird Altenbetreuung sicher stellen

SP-Klicka: "Gesund Altern in Wien heißt, in Bewegung bleiben, soziale Kontakte pflegen und lebenslang lernen"

Wien (SPW-K) - "Das Kontrollamt hat in einer umfassenden Prüfung
eindeutig festgestellt, dass es keinen Pflegeskandal gibt", stellt
SPÖ-Gemeinderätin Marianne Klicka in der heutigen Sitzung des Wiener
Gemeinderats fest. "Es wurde einigen Bereichen optimale Pflege
attestiert aber auch einige Mängel in der Pflege sowie unzureichende
bauliche Gegebenheiten festgestellt."

Bereits im letzten Jahr hat Klicka der Geriatriekommission, der
sie auch vorsitzt vorgeschlagen, ein zukunftsorientiertes
Strategieprogramm für die Betreuung älterer Menschen zu entwickeln.
"Seit Jänner 2004 arbeitet eine Gruppe von Politikerinnen und
Politikern mit Experten und Beamten zusammen. Im Juni wird diese
Arbeitsgruppe dem Gesundheits-Ausschuss und dem Gemeinderat ein
Konzept zum Beschluss vorlegen", sagt die Gemeinderätin.

"Bei diesem Konzept haben wir uns überlegt, wie wir selbst gerne
alt werden würden" sagt Klicka, "und das ist in gewohnter Umgebung,
in den eigenen vier Wänden". Das Konzept sieht als wichtigsten Punkt
vor, älteren Menschen möglichst lange den Verbleib in der eigenen
Wohnung zu ermöglichen. Augenmerk muss auch auf Präventionsmaßnahmen
gelegt werden, um Krankheiten zu vermeiden. "Ganz wichtig ist auch
die soziale Komponente. Hausgemeinschaften, Mehrgenerationen-Häuser
und Netzwerke müssen gefördert werden, um der Vereinsamung alter
Menschen entgegen wirken zu können", erklärt die Mandatarin. Eine
Vernetzung von ambulanter, teilstationärer und mobiler Pflege soll
die Betreuung sicher stellen. Dazu soll die Zusammenarbeit mit
Privaten weiter ausgebaut werden. Tageszentren sollen den Schwerpunkt
der Remobilisation und Erhaltung von Fähigkeiten erhöhen.

Um die Pflege zu optimieren, sollen alle hochspezialisierten
Einrichtungen im Krankenanstalten Verbund unter einer Führung
zusammengefasst werden. Da es sich um hohe medizinische und
pflegerische Leistungen handelt, müssen diese auch als
Sozialversicherungsleistung anerkannt werden. Um das notwendige
Personal zu finden, läuft eine Bildungs-Offensive, für die zehn
Millionen Euro zur Verfügung stehen. Die Geriatriezulage und noch zu
schaffende flexiblere Arbeitszeitmodelle sollen die Arbeit in
Pflegeberufen attraktiver machen. "Gesund Altern in Wien heißt, in
Bewegung bleiben, soziale Kontakte pflegen und lebenslang lernen",
meint Marianne Klicka. Schluss)

OTS0218    2004-03-26/14:29

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