Wiener Pflege-Offensive 2010 wird Altenbetreuung sicher stellen

SP-Klicka: "Gesund Altern in Wien heißt, in Bewegung bleiben, soziale Kontakte pflegen und lebenslang lernen"

Wien (SPW-K) - "Das Kontrollamt hat in einer umfassenden Prüfung eindeutig festgestellt, dass es keinen Pflegeskandal gibt", stellt SPÖ-Gemeinderätin Marianne Klicka in der heutigen Sitzung des Wiener Gemeinderats fest. "Es wurde einigen Bereichen optimale Pflege attestiert aber auch einige Mängel in der Pflege sowie unzureichende bauliche Gegebenheiten festgestellt."

Bereits im letzten Jahr hat Klicka der Geriatriekommission, der sie auch vorsitzt vorgeschlagen, ein zukunftsorientiertes Strategieprogramm für die Betreuung älterer Menschen zu entwickeln. "Seit Jänner 2004 arbeitet eine Gruppe von Politikerinnen und Politikern mit Experten und Beamten zusammen. Im Juni wird diese Arbeitsgruppe dem Gesundheits-Ausschuss und dem Gemeinderat ein Konzept zum Beschluss vorlegen", sagt die Gemeinderätin.

"Bei diesem Konzept haben wir uns überlegt, wie wir selbst gerne alt werden würden" sagt Klicka, "und das ist in gewohnter Umgebung, in den eigenen vier Wänden". Das Konzept sieht als wichtigsten Punkt vor, älteren Menschen möglichst lange den Verbleib in der eigenen Wohnung zu ermöglichen. Augenmerk muss auch auf Präventionsmaßnahmen gelegt werden, um Krankheiten zu vermeiden. "Ganz wichtig ist auch die soziale Komponente. Hausgemeinschaften, Mehrgenerationen-Häuser und Netzwerke müssen gefördert werden, um der Vereinsamung alter Menschen entgegen wirken zu können", erklärt die Mandatarin. Eine Vernetzung von ambulanter, teilstationärer und mobiler Pflege soll die Betreuung sicher stellen. Dazu soll die Zusammenarbeit mit Privaten weiter ausgebaut werden. Tageszentren sollen den Schwerpunkt der Remobilisation und Erhaltung von Fähigkeiten erhöhen.

Um die Pflege zu optimieren, sollen alle hochspezialisierten Einrichtungen im Krankenanstalten Verbund unter einer Führung zusammengefasst werden. Da es sich um hohe medizinische und pflegerische Leistungen handelt, müssen diese auch als Sozialversicherungsleistung anerkannt werden. Um das notwendige Personal zu finden, läuft eine Bildungs-Offensive, für die zehn Millionen Euro zur Verfügung stehen. Die Geriatriezulage und noch zu schaffende flexiblere Arbeitszeitmodelle sollen die Arbeit in Pflegeberufen attraktiver machen. "Gesund Altern in Wien heißt, in Bewegung bleiben, soziale Kontakte pflegen und lebenslang lernen", meint Marianne Klicka. Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Klub Rathaus, Presse
Thomas Kluger

Tel.: (01) 4000-81 941
Fax: (01) 534 47 27-8194
Mobil: 0664/826 84 27
thomas.kluger@spw.at
http://www.rathausklub.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS10006