Nachentrichtung der Lkw- und Bus-Maut wird erleichtert

Verhandlungserfolg der Wirtschaftskammer - Ab heute auch telefonische Nachzahlung möglich

Wien (PWK 207) - Nach erfolgreichen Verhandlungen mit der Asfinag und Genehmigung durch die Ministerien für Verkehr und Finanzen gelten ab sofort verbesserte Bedingungen zur Nachentrichtung der Maut für Lkw und Busse.

Wird bei technischen Gebrechen der Go-Box oder des Mautsystems (z.B. defekter Mautbalken), bei einem zu niedrigen Pre-Pay-Kontostand, bei Verwendung eines gesperrten Zahlungsmittels oder bei Angabe einer falschen Achskategorie die Maut nicht ordnungsgemäß abgebucht, so hat jeder Fahrzeuglenker die Möglichkeit, die Maut entweder innerhalb von fünf Stunden oder nach maximal 70 km ab dem Zeitpunkt des Durchfahrens des Mautbalkens im nachhinein zu entrichten. Dies kann an der nächsten Go-Vertriebsstelle oder beim nächsten Mautaufsichtsorgan unter Vorlage der Go-Box und Nennung des Orts der ersten Nichtentrichtung erfolgen.

Seit heute, Freitag, 12.00 Uhr besteht zusätzlich die Möglichkeit, die Maut durch telefonische Einmeldung beim Call Center der Europpass im nachhinein zu begleichen. Damit kann eine durch Fehlfunktion des Mautsystems bedingte Fahrtunterbrechung vermieden werden, begrüßt Michael Grubmann, stv. Leiter der Verkehrspolitischen Abteilung der WKÖ, die Neuregelung. Bisher musste in derartigen Fällen die nächste Go-Vertriebsstelle angefahren werden.

Die telefonische Meldung (Tel. 0800 400 11 400, Call Center der Europpass, Tel.Nr. ist auf jeder Go-Box angegeben) erlaubt eine "Quasi-Nachzahlung", wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind: Es liegt eine nur einmalige Nichtbestätigung der Mautabbuchung durch die Go-Box vor, und die telefonische Meldung erfolgt innerhalb der ersten 30 Minuten nach der unterbliebenen Mautabbuchung. (Bei zweimaliger unmittelbar aufeinanderfolgender Nichtbestätigung der Mautabbuchung durch die Go-Box steht diese Möglichkeit nicht mehr offen. In diesem Fall muss die Nachzahlung bei der nächsten Vertriebsstellen bzw. beim nächsten Mautaufsichtsorgan erfolgen).

"Diese Neuregelung bedeutet eine beträchtliche Erleichterung zum Vorteil unserer Mitglieder, zumal der Wert des durchschnittlich pro Mautabschnitt nachzuzahlenden Betrages in Höhe von ca. 1,4 Euro in keinem Verhältnis zu dem durch ein Anfahren der Go-Vertriebsstelle bedingten Zeitverlust von bis zu 30 Minuten steht", fasst Grubmann zusammen. (hp)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Dr. Michael Grubmann
Bundessparte Transport und Verkehr
Tel: 05 90 900 3160

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