Qualität und Effizienz: Der Mensch im Mittelpunkt als OÖGKK-Erfolgskonzept

Linz (OTS) - Schon zu Beginn der 90er Jahre ist die OÖ Gebietskrankenkasse unter dem Arbeitstitel "GKK 2000" daran gegangen, ihre Philosophie und Organisation umzukrempeln. Seither orientiert sich die Gesamtstrategie primär an den Bedürfnissen der Menschen und erst dann an ökonomischen Notwendigkeiten. Heute können die Früchte dieses Wandels geerntet werden: Die OÖGKK hat nicht nur vergleichsweise solide Finanzen, sondern in allen relevanten Bereichen auch die besten Leistungen für ihre Versicherten. Die Beispielrolle der OÖGKK wird nicht immer gerne gesehen und führt immer wieder zu unsachlichen Angriffen - die gegen die Fakten allerdings keinen Bestand haben.

Ein Kernstück der neuen Strategie der OÖ Gebietskrankenkasse war und ist ein vertrauensvolles und kooperatives Verhältnis zu ihren Vertragspartnern, und da besonders den niedergelassenen Ärzten. Gemeinsam mit der oberösterreichischen Ärztekammer und im ständigen Dialog mit den Ärzten ist es gelungen, Versorgungsqualität, Effizienz und Ökonomie zu optimieren. Die OÖ Gebietskrankenkasse hat dabei in ihrer Vertragspolitik auf das sogenannte Hausarztmodell gesetzt und wurde darin durch mehrere internationale Studien und zuletzt auch vom Institut für höhere Studien bestätigt.

Das Hausarztmodell weist diesem eine zentrale Rolle und Verantwortung als Lotse im Gesundheitssystem zu. Und es setzt darauf, dass der Hausarzt viele medizinische Leistungen mit hoher Qualität erbringen kann und in vielen Fällen den Gang zum Spezialisten überflüssig macht. Seit Jahren wird in der Vertragspolitik darauf geachtet, dass die Mediziner in der Ordination mindestens 20 Stunden pro Woche zur Verfügung stehen. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern gibt es in Oberösterreich keine "Teilzeitärzte" mehr, die ihre Ordination neben anderen Tätigkeiten führen und oft weniger als zehn Wochenstunden für die Patienten da sind.

OÖ Ärzte arbeiten mehr

Dass die oberösterreichischen Vertragsärzte mehr arbeiten als in anderen Bundesländern, ergibt sich aus den Fallzahlen pro Arzt. Bei dieser Kennzahl liegt die OÖGKK an der Spitze und weit über dem österreichischen Durchschnitt. In der öffentlichen Diskussion hat sich dieser Umstand leider auch als Nachteil erwiesen. Denn in der verkürzten Argumentation wird Ärztedichte oft mit Versorgungsqualität gleichgesetzt. Dass die Ärztedichte nichts darüber aussagt, wie viele Stunden die Ärzte für die Patientinnen und Patienten zur Verfügung stehen, wird meist verschwiegen. Tatsächlich aber muss die Ärztedichte doppelt so hoch sein, wenn die Mediziner statt durchschnittlich 20 nur zehn Stunden pro Woche ordinieren.

Eine objektivere Maßzahl für die Qualität der medizinischen Versorgung liefern der österreichische Mikrozensus und Kundenbefragungen: Eine spectra-Umfrage ergab, dass 85 Prozent der Bevölkerung mit der Qualität der Betreuung durch ihren Allgemeinmediziner sehr zufrieden oder zufrieden waren. Für die Fachärzte wurde dabei immerhin noch der hohe Wert von 81 Prozent erreicht. Die Erhebung des Mikrozensus ergab, dass die Wegzeit zum Hausarzt mit durchschnittlich 17 Minuten niedriger ist als in allen anderen Bundesländern.

Gemeinsam mit der Ärzteschaft wurden aber nicht nur Versorgungsstrukturen optimiert, sondern auch Innovationen vorangetrieben. So konnten die oö. Ärztekammer und die OÖGKK bereits im Jahr 2002 als erstes Bundesland ein - wie sich herausgestellt hat - sehr gut funktionierendes Modell für Gruppenpraxen aus der Taufe heben. Dieses ermöglicht nicht nur die Zusammenlegung von zwei Praxen zur Nutzung von Synergien, sondern auch echtes Job-Sharing von Medizinern und eine geordnete Übergabe einer Praxis in einem "Gleit-Modell". In Oberösterreich wurden bereits 28 Gruppenpraxen eingerichtet.

Höchster Generika-Anteil

Nur gemeinsam mit den Vertragsärzten ließ sich ohne Qualitätsverlust für die Patienten der kritische Bereich der Medikamente einigermaßen in den Griff bekommen. Mit durchschnittlich 189,41 Euro pro betreuter Person liegt die OÖGKK bei den Heilmittelkosten um fast 36 Euro unter dem GKK-Durchschnitt. Das hat aber nichts mit eindimensionalem Sparen gegenüber den Patienten zu tun, sondern mit verantwortlichem und zielgerichtetem Einsatz der Mittel. Gerade in diesem Bereich hat es sich gelohnt, durch Aufklärung und Kommunikation mit den verschreibenden Ärzten auf eine punktgenaue Verschreibung von Arzneimitteln und mögliche Alternativen hinzuweisen. So kommt es nicht von ungefähr, dass die OÖ Gebietskrankenkasse mit 9,9 Prozent Anteil an den Gesamtkosten den höchsten Anteil an Generika hat. Der GKK-Durchschnitt liegt bei 7,8 Prozent, die Generika-Nachzügler bei 5,8 beziehungsweise 6,6 Prozent Generika-Anteil. Die Mittel, die durch vernünftige und verantwortungsvolle Verschreibungen frei werden, können dazu verwendet werden, im Bedarfsfall moderne und extrem teure Präparate zum Einsatz zu bringen.

Spitze bei Heilbehelfen

Im Bereich der Heilbehelfe und Hilfsmittel werden von der OÖ Gebietskrankenkasse die gesetzlichen Möglichkeiten im Sinne der Patienten bis zur absoluten Grenze genützt. In allen Bereichen kommen die gesetzlich möglichen Höchstbeträge zur Anwendung. So etwa 920 Euro für Arm- und Beinprothesen oder 2.300 Euro für Rollstühle. Die diesbezüglichen Finanzierungsgrenzen liegen bei anderen Kassen zwischen 345 und 805 Euro. Die OÖGKK hat bei Heilbehelfen und Hilfsmitteln mit Abstand die höchsten Pro-Kopf-Ausgaben aller Gebietskrankenkassen, obwohl durch geschicktes Verhandeln bei den Anbietern im Vergleich sehr günstige Konditionen erreicht werden konnten.

In Einzelfällen werden spezielle und oft sehr kostenaufwendige Heilbehelfe und Hilfsmittel finanziert. So etwa Elektro-Rollstühle mit Aufrichte- und Neigungsautomatik für Kinder mit schwersten degenerativen Muskelerkrankungen zum Stückpreis ab 10.900 Euro. Auf Rechnung der OÖGKK gibt es bei medizinischer Indikation beispielsweise auch Therapiefahrräder, Bildschirmlesegeräte, Bade-und Patientenlifter und speziell ausgestattete Krankenbetten. Die Patienten profitieren in diesem Bereich nicht nur vom hohen Leistungsniveau. Die OÖ Gebietskrankenkasse sorgt sich auch um die Qualitätskontrolle. Zur Sicherstellung einer bedarfsgerechten Versorgung arbeitet sie mit einem Orthopädietechnikermeister und für den Bereich der Hörgeräte mit einem HNO-Facharzt zusammen. Eine speziell ausgebildete Diplomkrankenschwester kümmert sich um eine optimale Versorgung von Colostomie-Patienten, die auch zu Hause einen Termin vereinbaren können.

Geringste Patienten-Belastungen bei Zahnersatz

Die im Vergleich besten Leistungen kommen von der OÖ Gebietskrankenkasse auch im Bereich der Zahnmedizin, wo die Krankenkassen weitgehend an die bundesweiten Verträge gebunden sind. Eine Nische ist der Bereich des abnehmbaren Zahnersatzes. Während die meisten anderen Gebietskrankenkassen von den Patienten eine Zuzahlung von 50 Prozent verlangen, liegt diese bei der OÖGKK beim gesetzlichen Minimum von 25 Prozent. Nur noch die Salzburger GKK bietet das gleiche Leistungsniveau. Dass es dabei um viel Geld gehen kann zeigt ein Beispiel: eine Oberkiefer-Metallgerüstprothese mit zwei Verblendmetall-Keramikkronen kostet nach Tarif 1690 Euro. Bei der OÖ Gebietskrankenkasse beträgt der Eigenkostenanteil des Patienten 422,50 Euro. Bei fast allen anderen Gebietskrankenkassen muss der Patient 845 Euro an Selbstkosten tragen. Mit ihren 80 Zahnbehandlungsstühlen an 14 Standorten trägt die OÖGKK nicht unwesentlich zur Versorgung im Bundesland bei. In den OÖGKK-Zahnambulatorien gibt es für Kleinkinder und Behinderte eigens adaptierte Ordinationen und besonders geschultes Personal. Als besonderes Service für behinderte Menschen kommen Zahnbehandler seit einigen Jahren auch direkt in Alten- oder Pflegeheime.

Höchstmaß beim Krankengeld

Das gesetzlich mögliche Höchstmaß wird von der OÖ Gebietskrankenkasse mit 78 Wochen auch beim Krankengeldbezug ausgeschöpft. Viele Schwesterkassen haben nur noch 52 Monate Höchstbezugsdauer in ihrem Leistungskatalog. Eine Untersuchung hat vor einigen Jahren ergeben, dass es sich bei den Nutznießern praktisch ausschließlich um Patienten mit schweren Krankheiten handelt. Die OÖGKK hat vor rund zwei Jahren beim Krankengeld sogar eine Leistungsverbesserung vorgenommen und für AlleinverdienerInnen einen Familienzuschlag in Höhe von zehn Prozent des letzten Brutto-Einkommens geschaffen.

Überdurchschnittliche Leistungen bietet die OÖ Gebietskrankenkasse ihren Versicherten und deren Angehörigen auch bei der medizinischen Rehabilitation. Die Pro-Kopf-Ausgaben liegen auch dabei deutlich über dem GKK-Durchschnitt. Um Bedarfs-Spitzen abzudecken und Wartezeiten -etwa für Patienten nach einem Schlaganfall - zu vermeiden, hat die OÖGKK sogar einen Vertrag mit einem Reha-Zentrum im benachbarten Bayern abgeschlossen. Um eine patientenfreundliche Versorgung zu garantieren, laufen derzeit Pilotversuche für eine ambulante Reha-Versorgung.

Auch im Bereich der Reise- und Fahrtkosten gehört die OÖGKK zu den wenigen Gebietskrankenkassen, bei denen es noch Sachleistungen oder Kostenersätze gibt, wobei natürlich auch hier großer Wert auf Effizienz gelegt wird. So konnte die OÖGKK den günstigsten Taxi-Tarif aushandeln. Ein ausgeklügeltes Modell sorgt bei den Dialyse-Transporten dafür, dass Taxis von mehreren Patienten genützt werden können - bei 42.000 Dialyse-Fahrten pro Jahr ein beachtliches Potenzial. Bei diesem österreichweit einzigartigen Modell funktioniert die Zusammenarbeit der regionalen OÖGKK-Mitarbeiter mit den Dialyse-Schwestern in den Krankenhäusern hervorragend.

Deutlich weniger Karies

Der Handlungsmaxime mit dem Menschen im Mittelpunkt entspricht das Engagement der OÖ Gebietskrankenkasse im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung. Als erste Gebietskrankenkasse hat sich die OÖGKK flächendeckend um eine Kariesprophylaxe und Zahngesundheitserziehung in Kindergärten und Volksschulen gekümmert. In einer Diplomarbeit an der Universität Graz wurde nun der Erfolg wissenschaftlich gemessen. Kinder in Oberösterreich kamen auf eine Karies-Maßzahl von 1,39 während eine Kontrollgruppe in einem angrenzenden Bundesland durchschnittlich 3,32 Zahnflächen Karies aufwiesen. Die Erfahrung und das Knowhow der OÖGKK im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung wurde international anerkannt: Die OÖGKK ist offizielle österreichische Kontaktstelle im EU-Netzwerk.

In einem nicht gerade unproblematischen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umfeld betreibt die OÖ Gebietskrankenkasse professionelles und soziales Gesundheitsmanagement mit höchsten Leistungsansprüchen. Die Erfolge können sich - auch im internationalen Kontext - sehen lassen. Umso betrüblicher ist es, dass diese Leistungen mit sehr oberflächlichen und unfundierten Angriffen - vor allem aus Richtung Wien - immer wieder madig gemacht werden sollen. Das ist nicht nur gegenüber den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Verwaltung und medizinischen Einrichtungen unfair. Völlig unnötigerweise werden dadurch auch Patienten verunsichert. Für alle, die preiswert und effizient mit schlecht verwechseln, ein Verweis auf eine aktuelle amerikanische Studie der Autoren Shine, Phelps und Wilensky. Die Wissenschafter haben im Vergleich zweier amerikanischer Regionen nachgewiesen, dass den besten "Gesundheits-Outcome" nicht die Region mit den höchsten Ausgaben hatte, sondern die mit dem intelligentesten Mitteleinsatz.

Rückfragen & Kontakt:

OÖ Gebietskrankenkasse
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (0732) 7807 - 2610

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKO0001