- 26.03.2004, 12:46:46
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Qualität und Effizienz: Der Mensch im Mittelpunkt als OÖGKK-Erfolgskonzept
Linz (OTS) - Schon zu Beginn der 90er Jahre ist die OÖ
Gebietskrankenkasse unter dem Arbeitstitel "GKK 2000" daran gegangen,
ihre Philosophie und Organisation umzukrempeln. Seither orientiert
sich die Gesamtstrategie primär an den Bedürfnissen der Menschen und
erst dann an ökonomischen Notwendigkeiten. Heute können die Früchte
dieses Wandels geerntet werden: Die OÖGKK hat nicht nur
vergleichsweise solide Finanzen, sondern in allen relevanten
Bereichen auch die besten Leistungen für ihre Versicherten. Die
Beispielrolle der OÖGKK wird nicht immer gerne gesehen und führt
immer wieder zu unsachlichen Angriffen - die gegen die Fakten
allerdings keinen Bestand haben.
Ein Kernstück der neuen Strategie der OÖ Gebietskrankenkasse war
und ist ein vertrauensvolles und kooperatives Verhältnis zu ihren
Vertragspartnern, und da besonders den niedergelassenen Ärzten.
Gemeinsam mit der oberösterreichischen Ärztekammer und im ständigen
Dialog mit den Ärzten ist es gelungen, Versorgungsqualität, Effizienz
und Ökonomie zu optimieren. Die OÖ Gebietskrankenkasse hat dabei in
ihrer Vertragspolitik auf das sogenannte Hausarztmodell gesetzt und
wurde darin durch mehrere internationale Studien und zuletzt auch vom
Institut für höhere Studien bestätigt.
Das Hausarztmodell weist diesem eine zentrale Rolle und
Verantwortung als Lotse im Gesundheitssystem zu. Und es setzt darauf,
dass der Hausarzt viele medizinische Leistungen mit hoher Qualität
erbringen kann und in vielen Fällen den Gang zum Spezialisten
überflüssig macht. Seit Jahren wird in der Vertragspolitik darauf
geachtet, dass die Mediziner in der Ordination mindestens 20 Stunden
pro Woche zur Verfügung stehen. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern
gibt es in Oberösterreich keine "Teilzeitärzte" mehr, die ihre
Ordination neben anderen Tätigkeiten führen und oft weniger als zehn
Wochenstunden für die Patienten da sind.
OÖ Ärzte arbeiten mehr
Dass die oberösterreichischen Vertragsärzte mehr arbeiten als in
anderen Bundesländern, ergibt sich aus den Fallzahlen pro Arzt. Bei
dieser Kennzahl liegt die OÖGKK an der Spitze und weit über dem
österreichischen Durchschnitt. In der öffentlichen Diskussion hat
sich dieser Umstand leider auch als Nachteil erwiesen. Denn in der
verkürzten Argumentation wird Ärztedichte oft mit Versorgungsqualität
gleichgesetzt. Dass die Ärztedichte nichts darüber aussagt, wie viele
Stunden die Ärzte für die Patientinnen und Patienten zur Verfügung
stehen, wird meist verschwiegen. Tatsächlich aber muss die
Ärztedichte doppelt so hoch sein, wenn die Mediziner statt
durchschnittlich 20 nur zehn Stunden pro Woche ordinieren.
Eine objektivere Maßzahl für die Qualität der medizinischen
Versorgung liefern der österreichische Mikrozensus und
Kundenbefragungen: Eine spectra-Umfrage ergab, dass 85 Prozent der
Bevölkerung mit der Qualität der Betreuung durch ihren
Allgemeinmediziner sehr zufrieden oder zufrieden waren. Für die
Fachärzte wurde dabei immerhin noch der hohe Wert von 81 Prozent
erreicht. Die Erhebung des Mikrozensus ergab, dass die Wegzeit zum
Hausarzt mit durchschnittlich 17 Minuten niedriger ist als in allen
anderen Bundesländern.
Gemeinsam mit der Ärzteschaft wurden aber nicht nur
Versorgungsstrukturen optimiert, sondern auch Innovationen
vorangetrieben. So konnten die oö. Ärztekammer und die OÖGKK bereits
im Jahr 2002 als erstes Bundesland ein - wie sich herausgestellt hat
- sehr gut funktionierendes Modell für Gruppenpraxen aus der Taufe
heben. Dieses ermöglicht nicht nur die Zusammenlegung von zwei Praxen
zur Nutzung von Synergien, sondern auch echtes Job-Sharing von
Medizinern und eine geordnete Übergabe einer Praxis in einem
"Gleit-Modell". In Oberösterreich wurden bereits 28 Gruppenpraxen
eingerichtet.
Höchster Generika-Anteil
Nur gemeinsam mit den Vertragsärzten ließ sich ohne
Qualitätsverlust für die Patienten der kritische Bereich der
Medikamente einigermaßen in den Griff bekommen. Mit durchschnittlich
189,41 Euro pro betreuter Person liegt die OÖGKK bei den
Heilmittelkosten um fast 36 Euro unter dem GKK-Durchschnitt. Das hat
aber nichts mit eindimensionalem Sparen gegenüber den Patienten zu
tun, sondern mit verantwortlichem und zielgerichtetem Einsatz der
Mittel. Gerade in diesem Bereich hat es sich gelohnt, durch
Aufklärung und Kommunikation mit den verschreibenden Ärzten auf eine
punktgenaue Verschreibung von Arzneimitteln und mögliche Alternativen
hinzuweisen. So kommt es nicht von ungefähr, dass die OÖ
Gebietskrankenkasse mit 9,9 Prozent Anteil an den Gesamtkosten den
höchsten Anteil an Generika hat. Der GKK-Durchschnitt liegt bei 7,8
Prozent, die Generika-Nachzügler bei 5,8 beziehungsweise 6,6 Prozent
Generika-Anteil. Die Mittel, die durch vernünftige und
verantwortungsvolle Verschreibungen frei werden, können dazu
verwendet werden, im Bedarfsfall moderne und extrem teure Präparate
zum Einsatz zu bringen.
Spitze bei Heilbehelfen
Im Bereich der Heilbehelfe und Hilfsmittel werden von der OÖ
Gebietskrankenkasse die gesetzlichen Möglichkeiten im Sinne der
Patienten bis zur absoluten Grenze genützt. In allen Bereichen kommen
die gesetzlich möglichen Höchstbeträge zur Anwendung. So etwa 920
Euro für Arm- und Beinprothesen oder 2.300 Euro für Rollstühle. Die
diesbezüglichen Finanzierungsgrenzen liegen bei anderen Kassen
zwischen 345 und 805 Euro. Die OÖGKK hat bei Heilbehelfen und
Hilfsmitteln mit Abstand die höchsten Pro-Kopf-Ausgaben aller
Gebietskrankenkassen, obwohl durch geschicktes Verhandeln bei den
Anbietern im Vergleich sehr günstige Konditionen erreicht werden
konnten.
In Einzelfällen werden spezielle und oft sehr kostenaufwendige
Heilbehelfe und Hilfsmittel finanziert. So etwa Elektro-Rollstühle
mit Aufrichte- und Neigungsautomatik für Kinder mit schwersten
degenerativen Muskelerkrankungen zum Stückpreis ab 10.900 Euro. Auf
Rechnung der OÖGKK gibt es bei medizinischer Indikation
beispielsweise auch Therapiefahrräder, Bildschirmlesegeräte, Bade-
und Patientenlifter und speziell ausgestattete Krankenbetten. Die
Patienten profitieren in diesem Bereich nicht nur vom hohen
Leistungsniveau. Die OÖ Gebietskrankenkasse sorgt sich auch um die
Qualitätskontrolle. Zur Sicherstellung einer bedarfsgerechten
Versorgung arbeitet sie mit einem Orthopädietechnikermeister und für
den Bereich der Hörgeräte mit einem HNO-Facharzt zusammen. Eine
speziell ausgebildete Diplomkrankenschwester kümmert sich um eine
optimale Versorgung von Colostomie-Patienten, die auch zu Hause einen
Termin vereinbaren können.
Geringste Patienten-Belastungen bei Zahnersatz
Die im Vergleich besten Leistungen kommen von der OÖ
Gebietskrankenkasse auch im Bereich der Zahnmedizin, wo die
Krankenkassen weitgehend an die bundesweiten Verträge gebunden sind.
Eine Nische ist der Bereich des abnehmbaren Zahnersatzes. Während die
meisten anderen Gebietskrankenkassen von den Patienten eine Zuzahlung
von 50 Prozent verlangen, liegt diese bei der OÖGKK beim gesetzlichen
Minimum von 25 Prozent. Nur noch die Salzburger GKK bietet das
gleiche Leistungsniveau. Dass es dabei um viel Geld gehen kann zeigt
ein Beispiel: eine Oberkiefer-Metallgerüstprothese mit zwei
Verblendmetall-Keramikkronen kostet nach Tarif 1690 Euro. Bei der OÖ
Gebietskrankenkasse beträgt der Eigenkostenanteil des Patienten
422,50 Euro. Bei fast allen anderen Gebietskrankenkassen muss der
Patient 845 Euro an Selbstkosten tragen. Mit ihren 80
Zahnbehandlungsstühlen an 14 Standorten trägt die OÖGKK nicht
unwesentlich zur Versorgung im Bundesland bei. In den
OÖGKK-Zahnambulatorien gibt es für Kleinkinder und Behinderte eigens
adaptierte Ordinationen und besonders geschultes Personal. Als
besonderes Service für behinderte Menschen kommen Zahnbehandler seit
einigen Jahren auch direkt in Alten- oder Pflegeheime.
Höchstmaß beim Krankengeld
Das gesetzlich mögliche Höchstmaß wird von der OÖ
Gebietskrankenkasse mit 78 Wochen auch beim Krankengeldbezug
ausgeschöpft. Viele Schwesterkassen haben nur noch 52 Monate
Höchstbezugsdauer in ihrem Leistungskatalog. Eine Untersuchung hat
vor einigen Jahren ergeben, dass es sich bei den Nutznießern
praktisch ausschließlich um Patienten mit schweren Krankheiten
handelt. Die OÖGKK hat vor rund zwei Jahren beim Krankengeld sogar
eine Leistungsverbesserung vorgenommen und für AlleinverdienerInnen
einen Familienzuschlag in Höhe von zehn Prozent des letzten
Brutto-Einkommens geschaffen.
Überdurchschnittliche Leistungen bietet die OÖ Gebietskrankenkasse
ihren Versicherten und deren Angehörigen auch bei der medizinischen
Rehabilitation. Die Pro-Kopf-Ausgaben liegen auch dabei deutlich über
dem GKK-Durchschnitt. Um Bedarfs-Spitzen abzudecken und Wartezeiten -
etwa für Patienten nach einem Schlaganfall - zu vermeiden, hat die
OÖGKK sogar einen Vertrag mit einem Reha-Zentrum im benachbarten
Bayern abgeschlossen. Um eine patientenfreundliche Versorgung zu
garantieren, laufen derzeit Pilotversuche für eine ambulante
Reha-Versorgung.
Auch im Bereich der Reise- und Fahrtkosten gehört die OÖGKK zu den
wenigen Gebietskrankenkassen, bei denen es noch Sachleistungen oder
Kostenersätze gibt, wobei natürlich auch hier großer Wert auf
Effizienz gelegt wird. So konnte die OÖGKK den günstigsten Taxi-Tarif
aushandeln. Ein ausgeklügeltes Modell sorgt bei den
Dialyse-Transporten dafür, dass Taxis von mehreren Patienten genützt
werden können - bei 42.000 Dialyse-Fahrten pro Jahr ein beachtliches
Potenzial. Bei diesem österreichweit einzigartigen Modell
funktioniert die Zusammenarbeit der regionalen OÖGKK-Mitarbeiter mit
den Dialyse-Schwestern in den Krankenhäusern hervorragend.
Deutlich weniger Karies
Der Handlungsmaxime mit dem Menschen im Mittelpunkt entspricht das
Engagement der OÖ Gebietskrankenkasse im Bereich der Prävention und
Gesundheitsförderung. Als erste Gebietskrankenkasse hat sich die
OÖGKK flächendeckend um eine Kariesprophylaxe und
Zahngesundheitserziehung in Kindergärten und Volksschulen gekümmert.
In einer Diplomarbeit an der Universität Graz wurde nun der Erfolg
wissenschaftlich gemessen. Kinder in Oberösterreich kamen auf eine
Karies-Maßzahl von 1,39 während eine Kontrollgruppe in einem
angrenzenden Bundesland durchschnittlich 3,32 Zahnflächen Karies
aufwiesen. Die Erfahrung und das Knowhow der OÖGKK im Bereich der
betrieblichen Gesundheitsförderung wurde international anerkannt: Die
OÖGKK ist offizielle österreichische Kontaktstelle im EU-Netzwerk.
In einem nicht gerade unproblematischen gesellschaftlichen und
wirtschaftlichen Umfeld betreibt die OÖ Gebietskrankenkasse
professionelles und soziales Gesundheitsmanagement mit höchsten
Leistungsansprüchen. Die Erfolge können sich - auch im
internationalen Kontext - sehen lassen. Umso betrüblicher ist es,
dass diese Leistungen mit sehr oberflächlichen und unfundierten
Angriffen - vor allem aus Richtung Wien - immer wieder madig gemacht
werden sollen. Das ist nicht nur gegenüber den engagierten
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Verwaltung und medizinischen
Einrichtungen unfair. Völlig unnötigerweise werden dadurch auch
Patienten verunsichert. Für alle, die preiswert und effizient mit
schlecht verwechseln, ein Verweis auf eine aktuelle amerikanische
Studie der Autoren Shine, Phelps und Wilensky. Die Wissenschafter
haben im Vergleich zweier amerikanischer Regionen nachgewiesen, dass
den besten "Gesundheits-Outcome" nicht die Region mit den höchsten
Ausgaben hatte, sondern die mit dem intelligentesten Mitteleinsatz.
OTS0172 2004-03-26/12:46
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