Fonds Soziales Wien: BetriebsrätInnen stellen Forderungen

Forderungskatalog ergeht auch an Clubs der Rathausparteien

Wien (GPA/ÖGB) - Auf Initiative von BetriebsrätInnen aus dem Sozialbereich wurde Anfang Jänner 2004 innerhalb der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) die Plattform "Soziales in Wien" ins Leben gerufen, die sich mit den Veränderungen im Zusammenhang mit der Ausgliederung der ehemaligen MA 12 und MA 47 in den "Fonds Soziales Wien" (FSW) auseinandersetzt.++++

Von dieser einschneidenden Veränderung in der Gestaltung der Wiener Sozialpolitik sind mindestens 50.000 Klienten und rund 15.000 Beschäftigte in den Bereichen Gesundheitsförderung, Behindertenarbeit, Drogen- und Wohnungslosenhilfe sowie Teile der Flüchtlingshilfe sowie im gesamten Alten- und Pflegebereich betroffen. Unterstützt wird die Plattform von den Gewerkschaften GPA, HGPD und GdG sowie vom Berufsverband der BehindertenbetreuerInnen und dem österreichischen Berufsverband der diplomierten SozialarbeiterInnen, Landesgruppe Wien.

In Zusammenarbeit mit Berufsverbänden, PersonalvertreterInnen und Gewerkschaften wurde nun ein Forderungskatalog erarbeitet, der sich an die Geschäftsführung des FSW richtet und auch an die die Clubs der im Rathaus vertretenen Parteien übermittelt wird, die aufgefordert werden, bis Ende April dazu Stellung zu nehmen.

Die wichtigsten Punkte des Forderungskataloges betreffen die Mindestentgeltabsicherung als ein Kriterium in den Förderverträgen, die Finanzierung notwendiger Innovations- und Weiterentwicklungsschritte, die Einrichtung eines Fachbeirates unter Mitwirkung der Betroffenen und ArbeitnehmerInnen zur Entwicklung von Qualitätskriterien, die Installierung von KlientInnenanwaltschaften im gesamten Sozial- und Gesundheitswesen sowie die weitere Wahrnehmung der gesellschafts- und sozialpolitischen Verantwortung durch die Stadt Wien.

Der Geschäftführer des FSW, Peter Hacker, stellt sich zudem im Rahmen einer Podiumsdiskussion am 30. März 2004 den Forderungen der BetriebsrätInnen.

Der volle Wortlaut des Forderungskataloges ist unter http://www.gpa.at/sozialesinwien abrufbar.

ÖGB, 26. März
2004
Nr. 205

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