ÖAAB-Gajdosik: Wiener AK gehört nicht der FSG allein

(ÖAAB-Wien, 26.3.2004) Beim gestrigen Wahlkampfauftakt der Fraktion "ÖAAB-Christliche Gewerkschafter" im Leopold-Museum kritisierte Vizepräsident Alfred GAJDOSIK scharf AK-Präsident Tumpel: "Die Arbeiterkammer in Wien ist zu einer Vorfeldorganisation der SPÖ mutiert". Während laufend gegen die Bundesregierung agiert wird, wird seitens der AK-Wien das arbeitnehmerfeindliche Treiben der SPÖ-Stadtregierung einfach übersehen. "Wo ist Ihr Aufschrei Herr Präsident, wenn jedes Monat die Arbeitsmarktdaten erneut zeigen, wie lustlos sich die Wiener SPÖ der Arbeitsmarktproblematik bedient", so der ÖAAB-Spitzenkandidat in Richtung Herbert Tumpel: "Die AK gehört nicht den sozialistischen Gewerkschaftern alleine."

"Hacklerregelung neu" überfällig!

Alfred Gajdosik fordert eine - wie bereits öfters von Regierung und Sozialpartnern versprochen - eine rasche Harmonisierung der Pensionssysteme. Zum einen müsse die überfällige "Hacklerregelung neu" verhandelt werden. Er, so der AK-Vizepräsident, trete dafür ein, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit 45 Versicherungsjahren ohne Abschläge "in welcher Höhe auch immer" in Pension gehen können. "Alles andere ist ungerecht und daher abzulehnen", so GAJDOSIK.

Auch müsse endlich eine Regelung für die Schwerstarbeiter gefunden werden. "Ich habe dabei immer den Standpunkt vertreten, dass Menschen, die in gesundheitsgefährdenden Berufen arbeiten, beim Pensionsantritt privilegiert werden müssen", unterstreicht der Spitzenkandidat der Fraktion "ÖAAB-Christliche Gewerkschafter" seine Forderung.

Steueramnestie ist abzulehnen!

"Die im Ministerrat beschlossene Steueramnestie ist aus Arbeitnehmersicht eindeutig abzulehnen", so GAJDOSIK. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen in der Regel pünktlich und ordnungsgemäß ihre Steuern abführen. "Das kann man auch von den Unternehmen verlangen", verlangte GAJDOSIK unter tosendem Applaus.

Abschaffung der "Geringfügigkeit"!

Er, so GAJDOSIK, trete für die sofortige Abschaffung der geringfügigen Beschäftigung ein. "Die Möglichkeit dieser Art der Beschäftigung wurde nur eingeführt, damit sich die Unternehmen die Dienstgeberabgaben ersparen", erklärte GAJDOSIK. Damit wird aber ein Großteil der Betroffenen ins soziale Aus gedrängt. Geringfügig Beschäftigte zahlen nur in die Unfallversicherung, im Bedarfsfall -wie Arbeitslosigkeit - erhalten sie daher keine Leistungen aus der Sozialversicherung.

Abschließend bat der Spitzenkandidat im Namen der Fraktion "ÖAAB-Christliche Gewerkschafter" um die Unterstützung bei der Arbeiterkammerwahl vom 3. bis 14. Mai 2004. "Denn man kann Ihre Rechte nicht mit Links vertreten", so Vizepräsident Alfred GAJDOSIK abschliessend.

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