APA OTS Politikportalanalyse: SPÖ bestimmend

Wien (OTS) - Die SPÖ bestimmte in dieser Woche die Berichterstattung in den österreichischen Printmedien und konnte die Anzahl ihrer Vertreter im MediaWatch Top-30 Politikerranking im Vergleich zu den letzten Wochen eindeutig steigern. Neben dem von der oberösterreichischen SPÖ initiiertem Pensions-Volksbegehren sorgte besonders das Rot-Blaue Arbeitsübereinkommen in Kärnten für gehörigen Wirbel in der österreichischen Politik- und Medienlandschaft. Die drei Spitzenpositionen im Ranking sind eine Folge dieser Zusammenarbeit.

Auf Platz eins des Rankings liegt wie in der Vorwoche der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider mit 754 Nennungen, gefolgt von SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer mit 588 Nennungen und dem Kärntner SPÖ-Vorsitzenden Peter Ambrozy mit 364 Nennungen. Der Rot-Blaue Pakt sorgte für heftigen Streit innerhalb der SPÖ, so trat der Kärntner SPÖ-Klubobmann Adam Unterrieder (Rang 15 / 95 Nennungen) aus Protest zurück.

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel belegt mit 357 Nennungen den vierten Rang. Die Bundesregierung präsentierte ihre Vorlage für die Steuerreform 2005, wobei vor allem die von Finanzminister Karl-Heinz Grasser (Rang 11 / 167 Nennungen) angekündigte Steueramnestie heftige Reaktionen hervorrief. Besonders Justizminister Dieter Böhmdorfer, der mit 196 Nennungen auf dem zehnten Platz liegt, äußerte verfassungsrechtliche Bedenken.

Hohe mediale Aufmerksamkeit erreichte auch die ESTAG-Affäre. Nach dem Erscheinen des Rechnungshof-Berichtes folgten harte politische Diskussionen; Forderungen nach Rücktritten und sogar nach Neuwahlen. In diesem Zusammenhang sind die Positionierungen im Spitzenfeld des steirischen Wirtschaftlandesrat Herbert Paierl (Rang 5 / 302 Nennungen) und der Landeshauptfrau Waltraud Klasnic (Rang 9 / 225 Nennungen) zu sehen, ebenso wie die Platzierungen von Franz Voves (SPÖ; Rang 25 / 65 Nennungen) und Leopold Schöggl (FPÖ; Rang 29 / 50 Nennungen).

Im Kampf um die Hofburg wurde die "heiße Phase" eingeleitet: Die Bundespräsidentschaftskandidatin und Außenministerin Benita Ferrero-Waldner startete ihren Intensivwahlkampf und liegt mit 297 Nennungen auf Position sechs. Ihr Widersacher, der zweite Nationalratspräsident Heinz Fischer, belegt Rang acht mit 285 Nennungen.

In der aktuellen MediaWatch-Untersuchungswoche ist im direkten Vergleich der Parteien zum ersten Mal seit langem nicht mehr die ÖVP unangefochtener Spitzenreiter: Sowohl die ÖVP als auch die SPÖ konnten je elf ihrer Repräsentanten in den Top-30 positionieren. Die FPÖ folgt abgeschlagen mit fünf Vertretern; die Grünen konnten Rudi Anschober (Platz 28 / 58 Nennungen) im Ranking platzieren. In der Wertung vertreten sind außerdem noch die beiden parteilosen Politiker Finanzminister Karl-Heinz Grasser und Bundespräsident Thomas Klestil (Platz 20 / 75 Nennungen).

Mediawatch analysiert im Auftrag von APA OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at kostenlos abrufbar. Die kompletten Daten und alle bisherigen Analysen sind über den kostenpflichtigen Service http://www.defacto.at erhältlich (Download über den Link "Alle Analysen" am unteren Ende des Rankings).

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