"Schätze der Straße - Archäologie und Straßenbau"

"Österreich-Bild am Sonntag" am Sonntag, 28. März 2004, 18.30 Uhr, ORF 2

St. Pölten (OTS) - Die Kartause Mauerbach war gestern abend Schauplatz der Präsentation des nächsten "Österreich-Bild am Sonntag" (Gestaltung:
Dr. Kurt Mündl), das der ORF am 28. März ab 18.30 Uhr in ORF 2 ausstrahlt. Im Mittelpunkt stehen dabei die "Schätze der Straße"... und das erfolgreiche Zusammenspiel von Archäologie und Straßenbau, gezeigt am Beispiel niederösterreichischer Projekte.

* Zur Präsentation

Straßenbau und Denkmalpflege liegen hier gemeinsam in der Kompetenz des Landeshauptmannes. Dr. Erwin Pröll zeigte sich daher auch zufrieden, weil der Film aus dem ORF Landesstudio Niederösterreich dieses Miteinander aufzeigt, weil "wieder ein Stück der Heimat unserer Vorfahren zutage tritt - und wir vielleicht ein Stückchen mehr stolz werden auf das, was unsere Vorfahren geschaffen haben". Schließlich, so Pröll, "wird uns damit auch ein wenig der Weg gewiesen... im wahrsten Sinn des Wortes"

Und ORF Landesdirektor Norbert Gollinger über diesen wichtigen neuen Aspekt der Berichterstattung über Straßenbauvorhaben, abseits von wirtschaftlichen und regionalpolitischen Zugängen: "Diesmal wollen wir aufzeigen, daß es da oft auch um kulturhistorische Besonderheiten geht, die entdeckt und für die Nachwelt erhalten werden".

* Zum Film

Das Traisental, das vom Alpenvorland durch den Zentralraum des heutigen Niederösterreich zur Donau führt, war in der frühen Bronzezeit eines der bedeutendsten Siedlungsgebiete Mitteleuropas. Funde, die aus Gräbern frühgeschichtlicher Zeit stammen, belegen dies. Doch diese archäologischen Schätze wären vermutlich ohne den Bau der Kremser Schnellstraße unentdeckt geblieben: Denn viele wertvolle und interessante Grabbeigaben aus frühester Besiedelung wurden erst im Zuge der Errichtung der S 33 zwischen St. Pölten und Krems Mitte der 80er Jahre freigelegt.

Das "Österreich-Bild am Sonntag" aus dem ORF Landesstudio Niederösterreich, gestaltet vom bekannten "Universum"-Filmemacher Dr. Kurt Mündl, zeigt diese Ausgrabungen ebenso wie erstmals auch noch weitgehend unbekannte Funde.

Dokumentiert wird darüber hinaus die Zusammenarbeit zwischen den Straßenbauern in Niederösterreich und den Archäologen. Durch sie sind viele "Schätze der Straße" ans Tageslicht gekommen, die heute Aufschluss und Zeugnis über die Geschichte unserer Heimat geben. Gezeigt wird schließlich auch die vielseitige Arbeit der Archäologen - vom Beginn einer Bautätigkeit bis hin zur Konservierung der vorgeschichtlichen Gegenstände aus Menschenhand, den sogenannten Artefakten.

Diese Kooperation von Straßenbau und Wissenschaft macht sich jedenfalls bezahlt: So konnte die Abteilung für Bodendenkmale des Bundesdenkmalamtes alleine im Jahr 2003 zahlreiche außergewöhnliche Funde bei neu errichteten Ortsumfahrungen in Niederösterreich registrieren - etwa in Ziersdorf, bei Mold, in Klosterneuburg und in Tulln. Und die Sammlung der Artefakte ist mittlerweile so bedeutsam und umfangreich, dass in den kommenden Monaten in der Kartause Mauerbach bei Wien eine Sonderausstellung über die vielfältigen Grabungsfunde gezeigt wird.

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