• 26.03.2004, 08:53:33
  • /
  • OTS0017 OTW0017

"Schätze der Straße - Archäologie und Straßenbau"

"Österreich-Bild am Sonntag" am Sonntag, 28. März 2004, 18.30 Uhr, ORF 2

St. Pölten (OTS) -

Die Kartause Mauerbach war gestern abend Schauplatz der
Präsentation des nächsten "Österreich-Bild am Sonntag" (Gestaltung:
Dr. Kurt Mündl), das der ORF am 28. März ab 18.30 Uhr in ORF 2
ausstrahlt. Im Mittelpunkt stehen dabei die "Schätze der Straße"...
und das erfolgreiche Zusammenspiel von Archäologie und Straßenbau,
gezeigt am Beispiel niederösterreichischer Projekte.

* Zur Präsentation

Straßenbau und Denkmalpflege liegen hier gemeinsam in der
Kompetenz des Landeshauptmannes. Dr. Erwin Pröll zeigte sich daher
auch zufrieden, weil der Film aus dem ORF Landesstudio
Niederösterreich dieses Miteinander aufzeigt, weil "wieder ein Stück
der Heimat unserer Vorfahren zutage tritt - und wir vielleicht ein
Stückchen mehr stolz werden auf das, was unsere Vorfahren geschaffen
haben". Schließlich, so Pröll, "wird uns damit auch ein wenig der Weg
gewiesen... im wahrsten Sinn des Wortes"

Und ORF Landesdirektor Norbert Gollinger über diesen wichtigen
neuen Aspekt der Berichterstattung über Straßenbauvorhaben, abseits
von wirtschaftlichen und regionalpolitischen Zugängen: "Diesmal
wollen wir aufzeigen, daß es da oft auch um kulturhistorische
Besonderheiten geht, die entdeckt und für die Nachwelt erhalten
werden".

* Zum Film

Das Traisental, das vom Alpenvorland durch den Zentralraum des
heutigen Niederösterreich zur Donau führt, war in der frühen
Bronzezeit eines der bedeutendsten Siedlungsgebiete Mitteleuropas.
Funde, die aus Gräbern frühgeschichtlicher Zeit stammen, belegen
dies. Doch diese archäologischen Schätze wären vermutlich ohne den
Bau der Kremser Schnellstraße unentdeckt geblieben: Denn viele
wertvolle und interessante Grabbeigaben aus frühester Besiedelung
wurden erst im Zuge der Errichtung der S 33 zwischen St. Pölten und
Krems Mitte der 80er Jahre freigelegt.

Das "Österreich-Bild am Sonntag" aus dem ORF Landesstudio
Niederösterreich, gestaltet vom bekannten "Universum"-Filmemacher Dr.
Kurt Mündl, zeigt diese Ausgrabungen ebenso wie erstmals auch noch
weitgehend unbekannte Funde.

Dokumentiert wird darüber hinaus die Zusammenarbeit zwischen den
Straßenbauern in Niederösterreich und den Archäologen. Durch sie sind
viele "Schätze der Straße" ans Tageslicht gekommen, die heute
Aufschluss und Zeugnis über die Geschichte unserer Heimat geben.
Gezeigt wird schließlich auch die vielseitige Arbeit der Archäologen
- vom Beginn einer Bautätigkeit bis hin zur Konservierung der
vorgeschichtlichen Gegenstände aus Menschenhand, den sogenannten
Artefakten.

Diese Kooperation von Straßenbau und Wissenschaft macht sich
jedenfalls bezahlt: So konnte die Abteilung für Bodendenkmale des
Bundesdenkmalamtes alleine im Jahr 2003 zahlreiche außergewöhnliche
Funde bei neu errichteten Ortsumfahrungen in Niederösterreich
registrieren - etwa in Ziersdorf, bei Mold, in Klosterneuburg und in
Tulln. Und die Sammlung der Artefakte ist mittlerweile so bedeutsam
und umfangreich, dass in den kommenden Monaten in der Kartause
Mauerbach bei Wien eine Sonderausstellung über die vielfältigen
Grabungsfunde gezeigt wird.

OTS0017    2004-03-26/08:53

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NOA

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel