Leichtfried: Schulversuch bei landwirtschaftlicher Ausbildung

Begrüßenswertes Projekt zur Aufwertung der LWFs in Niederösterreich

St. Pölten (SPI) - Für viele junge Absolventen landwirtschaftlicher Fachschulen ist die Arbeitssuche schwierig. Die Höfe der Eltern können oft erst später übernommen werden, ein Arbeitsplatz in anderen Berufsfeldern ist schwierig zu finden. Als Folge dieser Probleme wandern viele junge Menschen aus dem ländlichen Bereich ab. Um dem entgegenzusteuern und gleichzeitig eine Höherqualifizierung in der Landwirtschaft zu erreichen, plant Niederösterreich einen Schulversuch über "Mehrberuflichkeit an Landwirtschaftlichen Fachschulen". "Den jungen Menschen sollen damit einfach mehr Möglichkeiten eröffnet werden. Es ist wichtig zu verhindern, dass qualifizierte landwirtschaftliche FacharbeiterInnen als ungelernte ArbeiterInnen einen Job suchen müssen. Viele der in der zweiten Ausbildung vermittelten Inhalte sind zudem auch später im eigenen Betrieb einzusetzen, angefangen von Computerkenntnissen bis zu Fähigkeiten in der Holzverarbeitung", so der Landwirtschaftssprecher der SPNÖ, LAbg. Mag. Günter Leichtfried.****

An 5 Standorten, soll nach dem Abschluss der Landwirtschaftlichen Fachschule und einem, bzw. zwei weiteren Jahren eine Lehrabschlussprüfung in einem gewerblichen Lehrberuf möglich sein. An den Standorten Edelhof und Hohenlehen sollen Tischlerei und Zimmerei angeboten werden, in Hollabrunn Vermessungstechnik, in Mistelbach EDV-Technik und in Warth Metalltechnik - Maschinenbautechnik. Die Ausbildung soll in Zusammenarbeit mit den gewerblichen Berufsschulen stattfinden. "Die zusätzliche Ausbildung der Absolventen der Landwirtschaftlichen Fachschulen soll keinesfalls eine Konkurrenz zu den Berufsschulen darstellen. Da hier die Ausbildung ja erst nach abgeschlossener LWF begonnen werden kann, ist diese Schulform für einen ‚normalen' Lehrling sicher nicht attraktiv. Hauptziel soll es sein, den Absolventen der LWS bessere Berufschancen zu ermöglichen und eine Höherqualifizierung zu erreichen. Der geplante Schulversuch zielt auf eine Stärkung des ländlichen Raumes ab", so Leichtfried weiter. Die Weichen dafür wurden in der Landesregierung bereits gestellt, demnach soll der Schulversuch an den genannten Standorten bereits im kommenden Schuljahr gestartet werden.
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