Gusenbauer: Regierung gefährdet Generationenvertrag

Wien (SK) "Sie führen die Jugend in die Altersarmut und gefährden den Generationenvertrag und unser soziales Pensionsversicherungssystem", warnte SPÖ-Bundesparteivorsitzender Alfred Gusenbauer am Donnerstag im Rahmen der Dringlichen Anfrage im Nationalrat vor den fatalen Auswirkungen der "Pensionskürzungsreform". Gusenbauer sieht den Generationenvertrag massiv in Gefahr: "Wenn alle unter 35-Jährigen draufkommen, dass sie zwar brav einzahlen dürfen und zusätzlich noch eine eigene private Vorsorge finanzieren müssen, aber am Ende des Tages keine Pension mehr bekommen, erzeugt das einen politisch unhaltbaren Zustand." ****

Dass die "Pensionskürzungsreform" der Regierung in keiner Weise für die jungen Menschen von Vorteil sei, demonstrierte Gusenbauer an dem konkreten Beispiel eines jungen Technikers mit gutem Einkommen. "Nur um die Kürzungen der Pensionskürzungsreform auszugleichen muss der junge Mann mit einem Monatseinkommen von 1.100 Euro eine private Pensionsvorsorge von 200 Euro pro Monat abschließen", bemerkte Gusenbauer. "Das sind 18 Prozent seines Nettoeinkommens."

Bei der Mehrheit der jungen Menschen schaue die Situation indes noch viel schlechter aus. Schon jetzt haben 57 Prozent aller unter 29-Jährigen große Schwierigkeiten, den Lebensunterhalt aus ihrem Einkommen abzudecken und sind darauf angewiesen, dass ihnen die Eltern und Großeltern unter die Arme greifen, betonte Gusenbauer. Angesichts der "Empfehlung" der Regierung, eine private Pensionsvorsorge abzuschließen, fragte Gusenbauer: "Wie sollen diese Menschen dann noch Geld zur Seite legen?" Diese Tatsache ließ für den SPÖ-Vorsitzenden nur einen Schluss zu: "Sie führen die heutige Jugend in die Armut im Alter."

"Zwischen dem Jahr 2000 und 2003 mussten die ÖsterreicherInnen einen realen Wertverlust der Pensionen um 4 Prozent hinnehmen", übte Gusenbauer massive Kritik an der "Verantwortungslosigkeit der Regierung, die Pensionen der Ärmsten zu kürzen". Hinzu komme, dass laut einer WIFO-Studie die Pensionisten stärker von der Teuerungsrate betroffen seien. Dies sei darauf zurückzuführen, dass die Teuerungsrate bei den Gütern des täglichen Bedarfs, also bei jenen Gütern, die jeder Pensionist zum Leben brauche, doppelt so stark gestiegen sei. (Schluss) lm

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